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Nau bleibt, weil sonst keiner will

Sängerkreis Wohratal Nau bleibt, weil sonst keiner will

Der Vorstand des Sängerkreises Wohratal ist verärgert über das Desinteresse in den Mitgliedervereinen. Kurt-Wilhelm Nau wollte eigentlich sein Amt abgeben. Weil sich kein Nachfolger fand, macht er den Job nun weitere zwei Jahre.

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Gute Miene zum bösen Spiel macht der Vorstand des Sängerkreises Wohratal. Während der Delegiertenversammlung gab es Streit über die Vorstandsämter.

Quelle: Kai Erdel

Momberg. Da der bisherige Sängerkreis-Vorsitzende Kurt-Wilhelm Nau bereits vor der Jahres-Delegiertenversammlung bei den einzelnen Mitgliedsvereinen deutlich machte, dass er nicht mehr zur Wiederwahl stehe, war dies das beherrschende Thema.

Auch Bürgermeister Thomas Groll, der die Sänger in Momberg begrüßte, machte deutlich, dass das heimische Gemeindeleben ohne die Beiträge der örtlichen Gesangvereine nicht vorstellbar sei. Hierfür sei es wichtig, dass sich Freiwillige für die Vorstandsämter fänden, denn es sei „wichtig, dass es Zugpferde gibt, die den Karren ziehen.“

In seinem Jahresbericht hatte Kurt-Wilhelm Nau einiges Positives zu berichten. Neben eigenen Veranstaltungen, bei denen er den Chören ein sehr hohes Niveau attestierte, ragte der Auftritt der Concordia Momberg beim Chorwettbewerb des Mitteldeutschen Sängerbundes heraus. Der Chor erhielt den Titel „Konzertchor“ in der Kategorie gemischter Chor.

Nau sprach allerdings auch offen die bestehenden Defizite im Sängerkreis an. So seien bei einem Chorleiterfortbildungsseminar nur ein Drittel der Anwesenden tatsächlich Chorleiter gewesen. Der Rest seien Sängerinnen und Sänger gewesen. Man werde die Fortbildung daher in Zukunft auf Sänger abstimmen, da offenkundig ein Desinteresse der Chorleiter bestehe. Auch war Nau vom letzten Chorleitertreffen enttäuscht, bei dem es um die Konzerte 2010 gehen sollte. Von 19 Chorleitern waren nur vier anwesend. Neun hätten nicht einmal abgesagt. „Mehr möchte ich dazu nicht sagen“, war hierzu Naus einziger Kommentar.

Ehrenchorleiter Horst-Georg Freund wurde hier deutlicher: „Es ist eine Sache des Anstands, sich zu entschuldigen“, kommentierte er das unentschuldigte Fehlen zornig.

von Kai Erdel

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