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Ostkreis Nachts um drei ging‘s in die Kirche
Landkreis Ostkreis Nachts um drei ging‘s in die Kirche
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19:26 14.12.2011
Ingetraud Lich (von links), Maria Gockel und Wilhelmine Becker singen Weihnachtslieder. Quelle: Florian Lerchbacher

Mardorf. Die Tracht von Elisabeth Schick (82) und das ab und zu durchklingende Platt in den Gesprächen waren noch das hessischste an dem Mittag im ehemaligen Schwesternhaus, der unter dem Motto „Hessische Weihnachtsgeschichten“ stand. Doch eigentlich kam es auf das Motto ohnehin nicht an: Die Geselligkeit stand im Vordergrund – was genau der Grundidee des Vereins „Leben und alt werden in Mardorf und Umgebung“ sowie des Mittagstischs entspricht.

Es ist die Nähe zu den Mitmenschen, die den Reiz des Mittagstischs am Dienstag und Donnerstag ausmacht.

Doch eigentlich stehen die Weihnachtsgeschichten im Mittelpunkt des Programms, das der Verein „Leben und alt werden“ anbietet – meist nur donnerstags, in der Vorweihnachtszeit jedoch an beiden Tagen. Elisabeth Rhiel und Peter Fischer lesen mehrere Geschichten vor, aber auch Maria Weber (81) lässt es sich nicht nehmen, zwei Kurzgeschichten vorzutragen.

Eine sticht dabei heraus: „Kalbsfüßchen und Kartoffelbrei“ handelt von einer 98-Jährigen, die sich entscheidet, alleine Weihnachten zu feiern und sich mit ihren Erinnerungen an früher die Festtage zu gestalten.

„Undenkbar“ – die Senioren sind sich einig, so könnten sie nicht feiern. Die Familie gehöre zum Fest, das sich in den vergangenen Jahren jedoch stark verändert habe. „Früher gingen wir nachts um drei Uhr in die Christmette. Danach gab es Krümelkuchen“, erinnert sich Wilhelmine Becker.

von Florian Lerchbacher

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der Printausgabe der OP und bereits am Mittwochabend auf Ihrem iPad.