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Nachfrage lässt nach

Bauplätze Nachfrage lässt nach

Durch die Änderung der Richtlinien zur Vergabe von städtischen Bauplätzen soll es künftig auch Bürgern von außerhalb der Stadt möglich sein, in Stadtallendorf zu bauen.

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Im Baugebiet „Auf den Kronäckern“ gibt es noch viele freie Bauplätze.

Quelle: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt und einige andere Umstände haben dafür gesorgt, dass es im Baugebiet „Auf den Kronäckern“ noch 39 Bauplätze gibt, denen nicht einmal 10 Bewerber gegenüber stehen. Da dieses städtische Baugelände „totes Kapital“ sei, soll auch Bürgern aus der Region außerhalb der Stadt der Bau eines Hauses in der Kernstadt ermöglicht werden. Dazu muss der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur Vergabe von städtischen Bauplätzen aus dem Jahre 2004 geändert werden.

Im Jahr 2004 gab es einen erheblichen Bedarf an Baugrundstücken in der Kernstadt. Der Verwaltung lagen 150 Bewerbungen für städtische Bauplätze vor, aber es gab kein adäquates Angebot. Dann wurde das Neubaugebiet „Auf den Kronäckern II“ mit 22 Baugrundstücken entwickelt und erschlossen. Im vergangenen Jahr kam das Teilgebiet III mit 39 Grundstücken dazu, so dass keine Unterversorgung mehr besteht. Ganz im Gegenteil: Das Angebot an Bauplätzen übersteigt bei weitem die Zahl der Bewerber.

Mit einer deutlichen Zunahme der Immobiliennachfrage ist nach Ansicht der Verwaltung auch mittelfristig nicht zu rechnen. Weitere Gründe, warum die Nachfrage nicht deutlich steigen wird, liegen in der Prognose der demografischen Entwicklung, der wirtschaftlichen Entwicklung und den veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen bei der Förderung der Schaffung von Wohneigentum. Parallel dazu hat sich in Stadtallendorf ein relativ großes Angebot an gebrauchten Immobilien entwickelt, das aufgrund der allgemeinen Entwicklung auf dem Immobilienmarkt relativ günstig ist.

„Vor diesem Hintergrund scheint eine Öffnung der bisher recht starren Vergaberichtlinien angezeigt, um den Immobilienmarkt in Stadtallendorf auch für Bewerber aus der Region zu öffnen“, heißt es in der Begründung der Verwaltung.

Ein Vorschlag zur Änderung der Vergabekriterien lag dem Fachausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Umwelt und Landwirtschaft bei der jüngsten Sitzung vor. Bei einer Stimmenthaltung stimmten die Ausschussmitglieder nach kurzer Diskussion den neuen Richtlinien zu. Heute müssen die Stadtverordneten dem Beschluss zustimmen, damit die Änderung wirksam wird.

n Die Stadtverordnetenversammlung tagt heute um 19.30 Uhr im Sitzungssaal. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Verkauf eines Grundstücks zum Bau eines Hotels (die OP berichtete), Anträge zur Situation der öffentlichen Toiletten (SPD), zur Optimierung der Neubausituation der K92 oder der „Situation im Heinz-Lang-Park“ oder eine Anfrage zur Parksituation in der Stadtmitte (alle CDU).

von Klaus Böttcher

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