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Nach dem Regen strömen die Besucher

Adventsmarkt in Großseelheim Nach dem Regen strömen die Besucher

So stark wie am Samstag ist die Landstraße zwischen Marburg und Kirchhain selten befahren. Das Ziel der meisten Autofahrer: der 6. Adventsmarkt in Großseelheim.

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Adventslieder im Schein eines Strahlers. Lagerfeuer-Romantik auf Deukersch Hob (links) und Gedränge auf der Marktstraße: Das ist der Adventsmarkt in Großseelheim.
Fotos: Mareike Bader

Großseelheim. Der Adventsmarkt im größten Stadtteil Kirchhains hat sich inzwischen zu einem wahren Besuchermagneten entwickelt. Die fleißigen Helfer rund um den Ortskern hatten alle Hände voll damit zu tun, die Autofahrer zu den Parkflächen zu leiten.

Am Samstag vor dem ersten Advent lud die heimelige Atmosphäre des historischen Dorfkerns mit vorweihnachtlicher Beleuchtung zur Einstimmung auf die Adventszeit ein. Auf knapp 500 Metern Länge drängten sich rund 120 Stände auf dem Marburger Ring und auf den angrenzenden Höfen und luden zum Bummeln, Schauen, Kaufen und Ausprobieren ein.

Zwischen Holzdekorationen, Seifen, selbstgestrickten Socken und handgenähten Schals und vielen Adventskränzen und ­Adventsgestecken, Holzspielzeug, edlen Weinen und hochwertigen Spezialitäten aus der Region und dem Ausland wurden viele Besucher fündig - die ersten Weihnachtsgeschenke landeten in den mitgebrachten Taschen.

Zur Stärkung gab es bei Glühwein, Bratwurst, geräucherter Forelle, Pilzpfanne auch Waffeln aus dem Heimatmuseum. Naschkatzen kamen beim Marmeladen-Stand auf Lieweschneiresch Hob auf ihre Kosten. Der Hof der Familie Klingelhöfer gehört zu den größten des Ortes. Besonders beliebt waren auch die Pizzastücke der Bäckerei Carle.

Für adventliche Atmosphäre sorgte auch das Kulturprogramm. Allein der Evangelische Posaunenchor Großseelheim spielte an drei Orten auf: in der Kirche, auf Bosshammersch Hob und am Heimatmuseum. Im gut gefüllten Bürgerhaus unterhielten die Trachten- und Volkstanzgruppe mit der Kindergruppe mit einem Mundart­sketch und einer Tanzdarbietung der Erwachsenengruppe die Besucher. Auf Schepetersch Hof des Werkhofs konnten die Kleinen gespannt einem Märchenerzähler zuhören.

Der Adventsmarkt zeichnet sich durch seine Individualität aus. Jeder Hof ist anders. Auf Deukersch Hob lud ein Lagerfeuer zum Ausruhen und Aufwärmen ein. Während einige Besucher sich gemütlich auf die Bänke am Feuer setzten, schlenderten andere zu den Marktständen. Auf Bosshammersch Hob, Heimstatt der Ökokiste, duftete es herzhaft nach Käse und sanft nach Honig, den die Ohmtal-Imkerei neben Kerzen und Met anbot. Im Innenraum lockten Schmuck aus Edelsteinen und handgefertigte Dinkelkissen die Besucher an.

Nachdem es zu Beginn des Marktes noch regnete und somit weniger Menschen als sonst kamen, stabilisierte sich das Wetter im Laufe des Nachmittags. Und so stiegen auch die Besucherzahlen. Der Großseelheimer Adventsmarkt erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Ein Blick auf die parkenden Autos zeigte Kennzeichen aus Korbach, dem Vogelsbergkreis und sogar einige aus Nordrhein-Westfalen.

von Mareike Bader

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