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Ostkreis Ortsbeirat lobt Belohnung aus
Landkreis Ostkreis Ortsbeirat lobt Belohnung aus
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10:06 27.05.2018
Udo Lauer zeigt auf eine Schneise im Grüngürtel, durch den die Steine in den Teich geworfen wurden. Quelle: Matthias Mayer
Langenstein

Bei der Aktion flogen sämtliche Steine in den Teich, was zumindest bei den Sandsteinplatten ein größerer Kraftakt gewesen sein muss. Beim Ortstermin mit der OP erzählt Udo Lauer von der Geschichte des Bornrains und des Prinzheuser Brunnens, und die ist für Langenstein bedeutsam. Der Brunnen versorgte das Dorf mit Trinkwasser und ab 1906 speiste sein Wasser das Langensteiner Leitungsnetz.

Quelle hat Trinkwasserqualität

„Langenstein gehörte zu den ersten Dörfern mit einem Leitungsnetz“, erzählt Udo Lauer. Erst mit dem Anschluss an das Stadtallendorfer Wasser habe der Brunnen diese Funktion verloren. In Vergessenheit sei er allerdings nicht geraten. „Bring mir von dem Prinzheuser Wasser mit“, sei ein über viele Jahre hinweg geäußerter Wunsch gewesen.

Ungezählte Feldflaschen seien an der Quelle befüllt worden. Und wann immer noch heute an der Anlage ehrenamtliche Helfer arbeiteten, löschten nicht Wenige ihren Durst an der Quelle. Die hat nach einer Analyse noch heute beste Trinkwasserqualität, so Udo Lauer.

Ortsbeirat hatte Anlage auf Vordermann gebracht

Die heutige Anlage entstand während der Langensteiner Dorferneuerung in den 80er-Jahren. Seitdem strömt das Wasser aus dem Prinzheuser Brunnen durch ein Rohr durch eine Quelleneinfassung in den neu entstandenen Teich, der auch einen Ablauf hat.

Im Laufe der Jahre verschlammte der Teich und an der Sitzgelegenheit nagte der Zahn der Zeit, sagt Udo Lauer. Deshalb habe der Ortsbeirat schon in der vergangenen Wahlperiode damit begonnen, die Anlage wieder auf Vordermann zu bringen.

Gremium lobt Belohnung aus

„Die Zerstörung kommt zur Unzeit. Wir haben im Dorf derzeit genug zu tun“, sagt Udo Lauer und verweist auf die komplette Pflege des Friedhofs und die bevorstehenden Arbeiten am Dorfgemeinschaftshaus durch den Dorfverein. Der Vorfall wirke demotivierend für die Helfer.

Deshalb greifen Ortsvorsteher Norbert Schulz und der Ortsbeirat zu einem ungewöhnlichen Mittel. Wer Hinweise zu den Urhebern des Schadens geben kann erhält vom Ortsbeirat 100 Euro als Belohnung. Hinweise nehmen alle Mitglieder des Ortsbeirats entgegen.

von Matthias Mayer