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Ostkreis Nach Angriff auf Heim kommt es im Juni zum Prozess
Landkreis Ostkreis Nach Angriff auf Heim kommt es im Juni zum Prozess
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18:24 18.05.2014
Nach den Ereignissen am und im Asylbewerberheim stand am 13. Januar ein Polizeifahrzeug vor der Tür. Archivfoto: Mayer
Wohratal

Die vier geständigen Jugendlichen (Jahrgang 1994 und 1995) werden wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch angeklagt - nicht wegen Landfriedensbruch, einem schwereren Vergehen (die OP berichtete).

Offenbar fanden Staatsanwaltschaft und Polizei keine hinreichenden Beweise dafür, dass die Attacke politisch motiviert war, dass die Jugendlichen vorsätzlich die Ausländer angreifen wollten. Das bedeute jedoch nicht, dass eine solche Verurteilung ausgeschlossen sei, erläutert Amtsgerichtsdirektor Cai-Adrian Boesken auf OP-Nachfrage. Wenn sich während der Hauptverhandlung doch noch Hinweise auf eine politisch motivierte Tat oder gar das Mitführen von Waffen verdichten, sei auch eine Verurteilung wegen weiterer Delikte möglich.

Nach OP-Informationen haben die Ermittler bei dem Fall einen außergewöhnlich hohen Aufwand betrieben. Alleine die Ermittlungs-Zusammenfassung samt Zeugenaussagen - hauptsächlich Bewohner des Asylbewerberheims - füllt zwei Akten. Die Staatsanwaltschaft geht in ihrer Anklage von einem Sachschaden von etwa 10000 Euro aus.

Im Januar randalierten die jungen Männer vor und im Asyl­bewerberheim in Wohra. Sie zerstörten Rollladen wie auch Türen im Gebäude. Die mutmaßlichen Täter sprachen nach dem Überfall gegenüber der Polizei davon, „aus persönlichen Motiven“ gehandelt zu haben.

Nach dem Angriff auf das Asylbewerberheim hatte es in Wohratal eine Solidaritätswelle gegeben. Aus ihr heraus entstand der „Runde Tisch“, der zahlreiche Angebote und Initiativen entwickelt hat, um die Situation der Asylbewerber zu verbessern.

Am 23. Juni um 8.30 Uhr beginnt die Verhandlung in Raum 159 bei Richter Cai-Adrian Boesken.

von Björn Wisker

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