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Musik-Förderprogramm für Kinder trägt längst Früchte

Schule Musik-Förderprogramm für Kinder trägt längst Früchte

Kinder der Grundschule I begeisterten ihre Angehörigen mit einem Konzert im Musiksaal der Bärenbachschule.

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Ein sehr großes Publikum verfolgte begeistert das Konzert im Musiksaal der Grundschule I in Stadtallendorf. Foto:Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Der Hausmeister wurde nicht müde, immer noch mehr Stühle heranzuschleppen, denn es wollten mehr Eltern oder Großeltern die jungen Musikerinnen und Musiker erleben, als die Veranstalter gedacht hatten.

Schulleiter Michael Bonnard freute sich über den proppenvollen Musiksaal und stellte die Frage in den Raum, warum die Schule solche Konzerte veranstaltet. „Wegen des Lächelns im Gesicht der Kinder und der Eltern“, gab er sich selbst die Antwort.

Der Leiter der evangelischen Sing- und Musikschule (SMS), Hans Christian Malzahn erklärte, dass die Schüler einmal im Jahr den Angehörigen und der Öffentlichkeit zeigen wollten, was sie könnten. Malzahn wies auf das Programm „Jedem Kind ein Instrument“ (JeKi) der hessischen Landesregierung hin. Seit 2008 kooperiere die Grundschule I in Stadtallendorf nach diesem Programm mit der SMS. Hessenweit werde nach dem Prinzip JeKi an 70 Schulen Instrumentalunterricht gegeben. Dieses Projekt sollte ursprünglich nur zwei Jahre laufen, doch die Stadtallendorfer hätten wie viele andere dagegen interveniert. Mit dem jetzigen Schuljahrsende solle endgültig Schluss sein. Er hoffe aber, dass es weiter gehen werde, betonte Malzahn, der jetzt in den beruflichen Ruhestand geht.

Bei dem vom hessischen Kultusministerium bezahlten Programm lernen die Kinder nach ihrer Wahl das Musizieren mit der Gitarre, der Geige, dem Cello, der Querflöte oder dem Klavier. 2008 hätten sich schon 50 Kinder gemeldet, die mit dem Jahr Grundausbildung begonnen hätten. Nach dem Jahr Grundausbildung erfolgt ein Jahr kostenloser Instrumentalunterricht. „Es ist hervorragend“, schwärmte Malzahn und teilte mit, dass es heute 180 Kinder in Stadtallendorf seien, die davon profitieren würden. „Wenn die Kinder die Grundschule verlassen, bleiben sie meistens bei uns in der SMS.“ So seien von den ersten 50 Kindern heute noch 13 dabei.

Nach einer Tanzvorführung zeigten viele kleine Instrumentalkünstler, was sie schon gelernt haben und die Besucher honorierten ihre Leistungen mit stürmischem Beifall.

von Klaus Böttcher

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