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Motorsportler lassen Reifen quietschen

ADAC Automobilslalom Motorsportler lassen Reifen quietschen

Driftende Autos, qualmende Reifen und fliegende Pylonen: Spannenden Motorsport erlebten die Zuschauer beim „30. und 31. ADAC Automobilslalom 2000“.

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Fahrer Udo Rath aus dem Sauerland schnitt in seiner Klasse besonders gut ab.

Quelle: Karin Waldhüter

Neustadt. Ein Grad über null zeigte das Thermometer am frühen Sonntagmorgen gegen 8.30 Uhr, als sich die ersten Fahrzeuge auf die rund 2.000 Meter lange Slalomstrecke machten. Wie im vergangenen Jahr veranstaltete der Motorsportclub Stadtallendorf in der ehemaligen Ernst-Moritz-Arndt Kaserne auf dem Gelände der Spedition Geisel eine Automobilslalom-Doppelveranstaltung und eröffnete damit den Lauf zum Mittelhessen-Cup (MHC).

Aus Hessen und den angrenzenden Bundesländern waren zum 30. ADAC Automobilslalom 38 Starter mit ihren Fahrzeugen angereist. Am Nachmittag fuhren beim 31. Autoslalom noch einmal 36 Slalom-Artisten in ihren PS-starken Boliden über den anspruchsvollen Parcours. Damit umrundeten deutlich mehr Starter als im Vorjahr die Strecke.

Der Vereinsvorsitzende Vigo Führer wertete dies als schönen Erfolg. „Da dies die erste Slalomveranstaltung nach der Winterpause ist, werden viele Fahrer gespannt sein, ob sich die Arbeit am Sportfahrzeug im Winterhalbjahr gelohnt hat“, erklärte er.

Als die größte Vereinsveranstaltung nehme der Automobilslalom einen besonderen Stellenwert ein, so Führer, der sich über die erneute Bereitstellung des Geländes freute. Im vergangenen Jahr musste der Verein lange um den Fortbestand der Traditionsveranstaltung bangen, da zunächst kein geeignetes Gelände in Stadtallendorf zur Verfügung stand.

Schon am Samstag hatten die Vereinsmitglieder mit Unterstützung einiger Helfer mit dem Aufbau begonnen und so beste Voraussetzungen zum Gelingen eines spannenden Motorsportspektakels geschafften.

Einen ganz besonderen Vorteil sieht Rennleiter Markus Siebert in der Streckenführung: „Das Gelände ermöglicht uns Start und Ziel zu trennen“, erklärt er. Dadurch erhöht sich nicht nur der Unterhaltungswert für die Zuschauer, sondern auch deutlich mehr Fahrzeuge können in kürzeren Abständen auf die Strecke gehen.

Rund 30 Vereinsmitglieder und Helfer waren am Sonntag als Streckenposten, im Rennbüro, als Sprecher oder  beim Start eingebunden, verköstigten die Besucher und Fahrer mit frisch Gegrilltem und Kaffee und Kuchen und sorgten so für einen optimalen Ablauf des Motorsportspektakels.

Aufgeteilt in verschiedene Hubraumklassen und zusätzlich in Serien- und Spezialfahrzeuge galt es für die Fahrer den Parcours nach einem Trainingslauf und zwei Wertungsläufen möglichst fehlerfrei zu durchfahren. Fahrer Udo Rath gelang das in der Gruppe H 18 am besten. Auf seinem grün-orange farbigen Kadett C GT/E driftete er als Schnellster in seiner Gruppe um die Pylonen.

Der Sauerländer wertete die Strecke als sehr anspruchsvoll. „Die Strecke ist top, flüssig aber auch eng und teilweise ruppig“, erklärt er und schwärmt von den kleinen Kuppen über die man „fliegen kann“. Nicht ganz so zufrieden äußerte sich Thomas Jordan aus Marburg. Es sei kaum möglich gewesen, die 180 Pferdestärken seines Kadett C voll auszufahren erklärte er. „Das war früher in der Hessenkaserne ein Vorteil für mich“, so Jordan.

Technische und Sportkommissare des ADAC Hessen-Thüringen wachten über den korrekten Ablauf der Veranstaltung und an der Strecke positionierte Rettungssanitäter gewährleisteten den Unfallschutz.

Neben dem MHC zählen die errungenen Punkte auch zur ADAC Hessen-Thüringen Meisterschaft, zum ADAC Erfolgs- und Sportabzeichen und zur Hessischen DMV-Auto-Slalom Meisterschaft.

von Karin Waldhüter

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