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Motoren sollen im Dezember laufen

Großseelheim Motoren sollen im Dezember laufen

Großseelheim kommt auf dem Weg zum Bioenergiedorf gut voran. Das berichtete Heinz-Wilhelm Leinweber im Gespräch mit der OP.

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Die Großseelheimer Biogasanlage befindet sich im Bau. Das Teilstück des Nahwärmenetzes entlang des Marburger Rings ist unter dem neuem Straßenbelag verschwunden.

Quelle: Matthias Mayer

Großseelheim. Der Großseelheimer ist Mitgesellschafter einer Investorengruppe, die derzeit auf einem Feld des Landwirtes oberhalb von Großseelheim eine Biogasanlage baut. Diese Anlage mit einer Leistung von 500 kW soll noch in diesem Jahr Strom produzieren. Die dabei entstehende Abwärme der beiden Motoren wird in ein Nahwärmenetz gespeist, das einen Teil des Großseelheimer Ortskerns mit kostengünstiger Nahwärme versorgen soll.

„Wir sind voll im Zeitplan. Die aufwändigen Erdarbeiten für die Biogasanlage sind abgeschlossen. Wir warten jetzt auf die Anlieferung der Teile für den Silo-Bau“, erläuterte der Landwirt. Zudem sei bereits mit den Vorarbeiten für den Bau des Fermenters, in dem überwiegend Mais und Gras zu Gas vergoren werden sollen und des Nachgärbehälters begonnen worden. „Die beiden Motoren werden Ende November geliefert. Wir sind voller Hoffnung, dass sie im Dezember laufen, sagte Leinweber, der den erntereif direkt neben dem riesigen Baustellen-Areal stehenden Mais in der kommenden Woche häckseln will.

Ungewöhnlich am Großseelheimer Modell: Noch bevor die Biogasanlage steht, liegt ein Teil des Nahwärmenetzes bereits unter der Erde. Die Gesellschafter hätten die Gunst der Kanalsanierung entlang des Marburger Rings genutzt, um dort in Absprache mit der Stadt Kirchhain einen Teil des Nahwärmenetzes zu verlegen. Dabei seien das Bürgerhaus und die Raiffeisenkasse als potentielle Großabnehmer bereits an das Netz angeschlossen worden. Zudem sei ein Abzweig in Richtung der Straße Am Homberg gebaut worden, berichtete Leinweber.

von Matthias Mayer

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