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Morsche Balken in der Fassade fordern Zimmerleute

Sanierungsarbeiten Morsche Balken in der Fassade fordern Zimmerleute

Aus Sicht der Stadtverwaltung hat sich der Umzug des Kirchhainer Jugend- und Kulturzentrums in die Borngasse 29 gelohnt. Bei den Jugendlichen kommt der Standort an. Zurzeit wird die Fassade ihres Domizils saniert.

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Das Jugend- und Kulturzentrum in Kirchhain ist von einem Gerüst umgeben, die Fassade wird saniert. Foto: Michael Rinde

Kirchhain. Seit einigen Wochen ist das Kirchhainer Jugend- und Kulturzentrum (Jukuz) in der Borngasse von einem Baugerüst umgeben. Die Stadt hat mit dem letzten Modernisierungsabschnitt des historischen Gebäudes begonnen, der Fassadensanierung (diese Zeitung berichtete).

Das Gebäude bekommt bei der laufenden Sanierung die historische Fassade aus der Kolonialzeit zurück, außerdem werden die Fenster erneuert. Doch während der laufenden Sanierung an dem historischen Gemäuer hat es unerwartete Funde gegeben. Entgegen der Erwartungen bei der Planung der Arbeiten müssen Holzbalken in der Fassade ganz ausgetauscht oder zumindest teilweise erneuert werden. „Ihr Zustand war zu schlecht“, sagt Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) im Gespräch mit dieser Zeitung. Eine „Kostenexplosion“ erwarte er dadurch aber nicht. Ob sich die teilweise aufwändigeren Zimmerarbeiten auf den Gesamtzeitplan für die Arbeiten am Jukuz auswirken werden, ist noch nicht abzusehen. Angepeilt ist, dass das Gerüst bis Mitte August zumindest teilweise verschwunden ist. Dann wird auf dem gegenüberliegenden Platz eine weitere Skulptur als Teil des Kirchhainer Skulpturenpfades aufgestellt.

Der letzte Bauabschnitt am Jukuz-Gebäude ist mit 170000 Euro veranschlagt, von denen die Stadt laut Kirchner 130000 Euro aus Fördermitteln bekommt. Wie das benachbarte „alte Amtsgericht“, dessen Zukunft ungewiss bleibt, hat auch das Gebäude in der Borngasse 29 eine wechselhafte Baugeschichte. Es wechselte vielfach den Eigentümer. Bis zum Jahr 1750 verfügte es nach Erkenntnissen der Stadtverwaltung nur über zwei Geschosse und war Teil des Burgmannen-Hofes, zu dem auch das „alte Amtsgericht“ gehörte. Ab 1850 wurde das Gebäude als Wohnhaus genutzt und bekam im Laufe der Jahrzehnte auch seine weiteren Geschosse und die klassizistische Fassade.

Aus Sicht Kirchners hat sich die Umsiedlung des Jukuz in das Haus im Jahr 2010 gelohnt. „Der Standort und die Möglichkeiten des Gebäudes werden sehr gut angenommen“, freut sich Kirchner. Die Umsiedlung des Jukuz war seinerzeit politisch umstritten.

von Michael Rinde

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