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Ostkreis Modernes Zuhause für engagierte Feuerwehr
Landkreis Ostkreis Modernes Zuhause für engagierte Feuerwehr
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18:50 23.06.2017
Umrahmt von Landrätin Kirsten Fründt und Bürgermeister Christian Somogyi nahm Wehrführer Thorben Knoch den symbolischen Schlüssel entgegen. Foto: Michael Rinde
Hatzbach

Vier Jahrzehnte Provisorium sind zu Ende. Darauf wies Hatzbachs Ortsvorsteher Frank Drescher am Freitagnachmittag hin. Seit etwa sechs Wochen hat die Hatzbacher Feuerwehr ihr neues Domizil bezogen. Am Freitag gab es die offizielle Übergabe durch die Stadt.

Etwa ein Jahr dauerte der Bau, die Planung begann schon im Frühjahr 2013. Es folgten politische Debatten über die Größe des Gebäudes und die Ausstattung.

Rund 700000 Euro hat das Haus gekostet. Damit sei der Kostenrahmen eingehalten worden, betonte Bürgermeister Christian Somogyi. Vom Land kam ein Zuschuss von 63000 Euro. Entstanden sind Fahrzeughalle, zeitgemäße Umkleiden und Sanitärräume, Schulungsraum mit kleiner Küche und ein Wehrführerbüro. Somogyi hob den Wert der Stadtteilfeuerwehren für den generellen Brandschutz im Stadtgebiet hervor.

Hatzbachs Wehrführer Thorben Knoch sprach von einer Investition in die Zukunftsfähigkeit. „Neben der Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehr erhöht sich auch die Attraktivität“, sagte Knoch mit Blick auf die Nachwuchswerbung. Das griff auch Landrätin Kirsten Fründt auf. „Im Kreis gibt es nun ein Haus mehr, das dem neuesten Standard entspricht“, so ihre Einschätzung. Hatzbachs bisheriges Gerätehaus, die ehemalige Maschinenhalle, galt über viele Jahre als eines der einfachsten im gesamten Kreisgebiet. Die Feuerwehr hatte in der Schlussphase des Neubaues selbst mit Hand angelegt. Insgesamt kamen 436 Arbeitsstunden zusammen, was laut Wehrführer Knoch einem Gegenwert von rund 13000 Euro entspricht, Geld, das die Stadt am Ende gespart hat.

Aktuell hat Hatzbachs Feuerwehr 24 Aktive, darunter sind 18 Feuerwehrleute als Atemschutzgeräteträger qualifiziert. Stadtallendorfs Stadtbrandinspektor Uli Weber sieht die Hatzbacher Wehr nunmehr als optimal ausgestattet an. Im Jahr 2014 hatte sie bereits ein neues Fahrzeug erhalten, das nur noch sehr bedingt in die Maschinenhalle ­gepasst hatte.

Architekt Karsten Schmidt freute sich, dass ein Großteil der 17 Baufirmen aus Stadtallendorf und der näheren Umgebung stammen. Sie hatten sich im Ausschreibungsverfahren durchgesetzt.

von Michael Rinde