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Mit zwölf Jahren fast schon ein Küchenchef

Roßdorf Mit zwölf Jahren fast schon ein Küchenchef

Wie der Vater so der Sohn: Im vergangenen Jahr nahm der Roßdorfer Claus Waldhüter an der „Küchenschlacht“ im ZDF teil. Am Samstag ist Sohn Jonas Kandidat in der Kinderversion der Sendung.

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Vater Claus (links) und Bruder Ruben (rechts) schauen Jonas Waldhüter über die Schulter, während er Knoblauch für das Abendessen schneidet.

Quelle: Florian Lerchbacher

Roßdorf. Kochen bei den Waldhüters ist Männersache: Vater Claus ist der Herr der Küche, Unterstützung erhält er von den Söhnen Jonas (12) und Ruben (9), die ihm mit viel Freude zur Hand gehen. Mutter Margit kann sich derweil voll darauf konzentrieren, die gezauberten Köstlichkeiten zu genießen.

Vor vier Jahren, als ihre Jungs mit Hilfe eines Kinderkochbuchs die ersten Gehversuche unternahmen, „konnte ich mich nicht raushalten“, erinnert sie sich mit einem Lachen, während Jonas den Satz vervollständigt: „Weil wir zu viel schmutzig machten.“

Inzwischen ist der Zwölfjährige quasi „Sous Chef“ seines Vaters und bereitet Tomaten-Mozzarella-Salat, Strammen Max, Pizza oder Schoko-Fondue ohne jegliche Unterstützung zu. Seine Spezialitäten, mit denen er sich auch bei der Kinder-Küchenschlacht bewarb, stammen aus der türkischen Küche: Lamm-Köfte (Frikadellen) mit Pesto Genovese und selbst gemachten Pommes war ein Vorschlag. Tatsächlich durfte er in der Sendung aber sein Leibgericht „Et Sote“ zubereiten. Eigentlich ist die Hauptzutat geschmortes Fleisch, allerdings hat Vater Claus das Rezept der Einfachheit halber leicht abgewandelt: Bei den Waldhüters besteht es aus Hackfleisch, Schafskäse, Lauch, Karotten, Sellerie, Knoblauch, Chili, Pfeffer und Paprika.

Als Beilage bereitet Jonas in der Kinder-Küchenschlacht Knoblauch-Brot zu, das ihm im ersten Versuch anbrennt, wie er verrät. Allerdings lässt sich der Nachwuchs-Koch davon nicht aus der Ruhe bringen, und der zweite Versuch wird gelingen – so viel sei im Vorhinein schon verraten. „Nervös war ich nicht, aber die Hitze im Studio war ziemlich anstrengend“, berichtet er. Anders sah es bei den Eltern in der ersten Reihe aus: „Jonas hat manchmal etwas getrödelt, weil er geschaut hat, was die anderen Kandidaten machen“, erklärt Mutter Margit. Schließlich gibt es ja auch Spannendes zu beobachten: Fernseh-Starkoch Horst Lichter unterstützt die fünf Kinder mit Tipps und Hinweisen – was bei Jonas dafür sorgt, dass er alle Vorbereitung vergisst und sich stattdessen auf seinen Instinkt verlässt: „Ich achte nicht auf das Rezept, sondern mache einfach.“

Am Ende steht „das beste Et Sote, das ich je zubereitet habe“ – was ihm nach der Aufzeichnung der Sendung auch ein Feuerwehrmann bestätigte, der zuerst die am Knoblauch-Brot zugezogene Brandblase verarztete, um dann die Köstlichkeit aus dem Tontöpfchen zu verputzen. Ob Jonas- Meisterwerk auch zum Sieg im Kinder-Kochduell reicht und der junge Roßdorfer es seinem Vater gleich tut, der im vergangenen Jahr den Sieg bei den Erwachsenen davontrug, bleibt ein Geheimnis, das morgen um 15.30 Uhr im ZDF gelüftet wird. Und das nächste Eisen haben die Waldhüters auch schon im Feuer: Im kommenden Jahr will Ruben ebenfalls an der Sendung teilnehmen – mit Zuccinipuffern „mit irgendwas“, wie er ankündigt.

von Florian Lerchbacher

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