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Ostkreis Mit ungewollten Pirouetten geht‘s los
Landkreis Ostkreis Mit ungewollten Pirouetten geht‘s los
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19:33 06.02.2012
Thomas Fritsch schuf in Kirchhain die Eisfläche. Quelle: Florian Lerchbacher

Kirchhain. „Ich habe ein Traktionsproblem“, ruft Thomas Fritsch, während er wie von Geisterhand geschoben über eine kleine Eisschicht auf der Rollschuh- und Schlittschuhbahn am Kirchhainer Hallenbad rutscht. Der hauptamtliche Feuerwehrmann und Gerätewart trotzt der bitteren Kälte und spritzt tapfer Wasser aus einem Löschfahrzeug auf die Asphaltfläche. Normalerweise hat er keine Probleme den Druck auszugleichen, wenn die Flüssigkeit aus dem Schlauch schießt. am Montag jedoch musste er schon nach der zweiten von geschätzten acht Wassertankfüllungen des 5.000 Liter fassenden Löschfahrzeuges um Halt kämpfen, schließlich hatte er zu diesem Zeitpunkt zwar festen aber auch schon glatten Boden unter den Füßen.

Die Kameraden der Feuerwehr hatten am Wochenende den Entschluss gefasst, die Fläche am Hallenbad zu einer Schlittschuhbahn zu machen, schließlich hatten sie in Presseberichten aber auch in ihrer Heimat beobachtet, mit welcher Begeisterung die Menschen vereiste Flächen betreten. „Ständig besteht auf zugefrorenen Seen oder noch viel extremer auf fließenden Gewässern die Gefahr, einzubrechen“, erklärt Feuerwehrsprecher Gordon Schneider und ergänzt: „Die Erwachsenen machen es vor, die Kinder nach – dabei kann kein Laie erkennen, ob das Eis dick genug ist.“ Die Gefahr sei riesig, aus diesem Grund wolle die Feuerwehr eine sichere Alternative bieten – zumindest insofern sicher, dass Eisläufer nicht ins eiskalte Wasser einbrechen können: „Landesweit passieren solche Unfälle zu oft“, kommentiert Schneider.

von Florian Lerchbacher

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