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Millionen werten Schwabendorf auf

Erster Spatenstich Millionen werten Schwabendorf auf

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich begann am Donnerstag das größte Bauprojekt in der Geschichte Schwabendorfs. Bis zum Jahresende werden im Rauschenberger Stadtteil 2,64 Millionen Euro verbaut.

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Zum Spaten griffen am Donnerstag in Schwabendorf (von links): Bernd Marquordt (Hessen Mobil), Erste Stadträtin Ute Klös-Badenhausen, Bürgermeister Manfred Barth, Stadtverordnetenvorsteher Norbert Ruhl und Ortsvorsteher Günther Aillaud.

Quelle: Matthias Mayer

Schwabendorf. Dann wird das vor 325 Jahren von Hugenotten und Waldensern gegründete Dorf im wahrsten Sinne des Wortes reicher sein. Denn der Ort erhält nicht nur eine neu gestaltete Ortsdurchfahrt, sondern auch einen Radweg, zum Teil neue Wasser- und Kanalleitungen, über ein hochmodernes Glasfaserkabel zukunftssicheren Zugang zum schnellen Internet und ein Nahwärmenetz, das 72 Schwabendorfer Haushalte mit kostengünstiger Wärme aus der Biogasanlage vom Hof der Familie Müller versorgt.

Entsprechend groß war am Donnerstag der Menschenauflauf zum offiziellen Baustart, der eigentlich nur der Erneuerung und Umgestaltung der Ortsdurchfahrt galt. Bürgermeister Manfred Barth (parteilos) sprach von einem historischem Datum für Schwabendorf und bezog dies nicht allein auf die mehr als 30 Jahre währenden Bemühungen der Stadt und des Dorfes, um eine Verbesserung der Landesstraße 3077 in der Ortslage. Der Ausbau der Straße erlaube es, ein ganzes Infrastrukturpaket kostengünstig zu bündeln. Der Ausbau der 1.100 Meter langen Ortsdurchfahrt koste 700.000 Euro. Die Erneuerung der Wasserleitungen unter der Straße schlage mit 300.000 Euro und die des Kanals mit 168.000 Euro zu Buche. Der Bau des zwischen 2 und 2,75 Meter breiten Radweges koste 430.000 Euro und die Stadtwerke Marburg als neuer Strom-Konzessionspartner Rauschenberg investierten 35.000 Euro in die Verlegung eines Breitbandkabels für schnellen Internetzugang im Ort, erklärte Barth. Den größten Teilbetrag habe die Nahwärmegenossenschaft Schwabendorf zu stemmen, die 950.000 Euro für den Bau des Nahwärmenetzes ausgebe, sagte er.

Das Großprojekt lasse sich leider nicht ohne Beeinträchtigungen für das Dorf und für die Umgebung verwirklichen. Die Ortsdurchfahrt müsse während der Bauphase in beiden Richtungen voll gesperrt werden. Die Bauarbeiten würden aber in Absprache mit der ausführenden Firma Hinterlang so gestaltet, dass sie das Schwabendorfer Jubiläumsfest vom 4. bis zum 8. Juli nicht behinderten, versicherte Barth.

Vollsperrung ab dem 16. April in beide Richtungen

Die Vollsperrung erfolgt ab dem 16. April. Der Verkehr in Richtung Kernstadt wird dann großräumig über Albshausen, Halsdorf und Ernsthausen umgeleitet. Die Busanbindung kann nur noch über die Haltestelle am Sportplatz erfolgen. Laut Hessen Mobil Marburg soll die Busanbindung für Grundschüler im Ort mit Kleinbussen nach Möglichkeit sichergestellt werden. Gebaut wird an der Hauptstraße in drei Abschnitten:

Ortseingang aus Richtung B 3 bis zur Kreuzung Sommerseite. Kreuzung Sommerseite bis Ortsausgang Richtung Rauschenberg. Ortsausgang Richtung Rauschenberg bis Abzweig Wolfskaute.

"Es ist eine wunderbare Sache, dass wir jetzt Nahwärme und und die Breitband-Versorgung bekommen", schwärmte Ortsvorsteher Günther Aillaud, der zugleich seine Freude darüber zum Ausdruck brachte, dass die Wünsche der Schwabendorfer zum Ausbau der Straße berücksichtigt wurden.

Stefan Koch berichtete für die Stadtwerke Marburg, dass schon zum Ende des Jahres ein großer Teil des Dorfes ein um den Faktor 120 schnelleres Internet haben werde. Über einen Richtfunkmast werde das lokale Glasfaserkabelnetz in Schwabendorf versorgt.

von Matthias Mayer

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