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Mehrzweckhalle bleibt länger dicht

TSV Eintracht Stadtallendorf Mehrzweckhalle bleibt länger dicht

Nach dem Brand in der Stadtallendorfer Mehrzweckhalle bleibt diese länger geschlossen. Die Handballer des TSV Eintracht Stadtallendorf befürchten eine „Katastrophe“.

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Am Karfreitag löschte die Feuerwehr den Brand in der Mehrzweckhalle. Archivfoto

Stadtallendorf. Frühestens im Juni nächsten Jahres ist die nach einem Brand schwer beschädigte Mehrzweckhalle saniert und wieder benutzbar. Das erfuhren die Mitglieder des TSV Eintracht Stadtallendorf am Freitagabend von Bürgermeister Manfred Vollmer.

Zu dem Brand kam es am Karfreitag, dem 2. April. Ein Gutachter bezifferte den Schaden auf 455 000 Euro. Noch im Juli hatte der städtische Eigenbetrieb „Dienstleistungen und Immobilien“ erklärt, dass die Halle bis zum Jahresende saniert sein soll.

„Wir erfahren ja nichts“, kommentierte ein geschockter Jürgen Behler, Leiter der Handball-Abteilung der Stadtallendorfer Eintracht, die Neuigkeiten gegenüber der OP. Die Handballer trifft der Hallenausfall extrem. Bis zum Brand am 13. März verteilten sich die Mannschaften auf die Mehrzweck- und die Bärenbachhalle. Eigentlich seien wöchentlich 30 Trainingsstunden für die Mannschaften nötig. Momentan stehen nur etwa 15 Stunden zur Verfügung. Die Bärenbachhalle ist ohnehin ausgebucht. Teilweise müssen sich Mannschaften Hallenplatz teilen, was verschiedene Trainingseinheiten nicht mehr möglich macht.

„Für uns ist die neuerliche Verzögerung eine Katastrophe“, sagt Behler.
Zwei Jugendmannschaften hat die Handballabteilung als Konsequenz aus der Situation schon nicht mehr für die laufende Saison gemeldet. „So etwas können wir uns aber nur ein Jahr leisten“, erläuterte Behler in seinem Bericht an die Eintracht-Mitglieder.

Schuld an der neuerlichen Verzögerung sind Differenzen mit der Versicherung. Offenbar sind sich Stadt und Versicherer teilweise nicht einig darüber, welche Kosten erstattet werden sollen. Das erklärte Vollmer auf Nachfrage der OP am Freitagabend. Erklärtes Ziel der Stadt ist es, die Halle im ursprünglichen Zustand wieder aufzubauen. Uneinigkeit gibt es beispielsweise darüber, welchen Anteil die Versicherung an der Sanierung der Dachdämmung bezahlt, erklärte Vollmer im Gespräch mit der OP.

Ein Architektenbüro soll jetzt der Stadt helfen, ihre Ansprüche geltend zu machen. Doch an eine Ausschreibung von Sanierungsarbeiten ist in diesem Jahr anscheinend nicht mehr zu denken.

von Michael Rinde

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