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Mehr als 50.000 Fahrgäste einem Tag

Hessentagsfinale Mehr als 50.000 Fahrgäste einem Tag

Der Hessentag geht nach den herausragenden Besucherzahlen am Donnerstag in das Final-Wochenende: mit Sommerwetter, Festzug und dem a-ha-Konzert findet das fest seinen krönenden Abschluss.

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Am Freitag drängten sich am Nachmittag bereits wieder die Fahrgäste im Stadtallendorf Bahnhof. Chaos blieb zunächst aus.

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Nach der traditionellen Kabinettsitzung am Freitag gab es zunächst großes Lob von MInisterpräsident Roland Koch (CDU) für die Gastgeberstadt Stadtallendorf und vor allem den großen Einsatz der rund 2 000 freiwilligen Helfer. Ein rundherum zufriedener Stadtallendorfer Bürgermeister Manfred Vollmer hob erneut die „Aufbruchstimmung in der Bevölkerung“ hervor. Eine weitere Zahl ist der Weg zum Rekord: Für die 29 Veranstaltungen, die Eintritt kosten, verkaufte die Stadt bisher 92 000 Eintrittkarten. „Das ist die zweitgrößte Verkaufszahl bei Hessentagen“, erläutert Heinrich Kaletsch, Hessentagssprecher der Landesregierung.

Am Samstag startet das große Finale. Das Wunschziel von 750 000 Besuchern ist übertroffen, die Millionenmarke in Reichweite. Am Donnerstag stieß die Stadt allerdings an ihre Kapazitätsgrenzen. 20 000 Fahrzeuge parkten in Stadtallendorf, einige davon auch illegal. Die wild geparkten Fahrzeuge führten am Donnerstagabend nach dem PInk-Festival zu Problemen, weil sie Straßen teilweise blockierten.

Polizeisprecher Martin Ahlich mahnte am Freitag Autofahrer: „Bitte halten sie sich an die ausgeschilderten Parkflächen. Wildparker müssten wir ansonsten abschleppen lassen.“ Vor allem in den Nachmittagsstunden ging in der Stadt auch zu Fuß nicht mehr viel. An den Unterführungen mussten Polizeibeamte eine Einbahnstraßen-Regelung einführen und den Durchlass regeln.

Hessentags-Fans haben vor allem auf Busse und Bahnen gesetzt. Zumindest die Bahn stieß am Donnerstag an ihre Kapazitätsgrenzen. Es gab massive Kritik. Ein Bahnsprecher reagierte am Donnerstag mit einem verbalen Schulterzucken (diese Zeitung berichtete).

Am Freitag betonte Peter Vollmer, Sprecher des Rhein-Main-Verkehrsverbundes: „Das war ein Ausnahmetag mit mehr als 50 000 Fahrgästen, die an- oder abreisten.“ Kaletsch versprach am Freitag noch einmal Verbesserungen am ohnehin weit ausgedehnten Nahverkehrsangebot. Laut RMV-Sprecher Vollmer werden am Wochenende „einige Schwachstellen, die sich gezeigt haben, noch abgestellt.“ So will der RMV bei einzelnen Zügen die Kapazität erhöhen.

Autofahrer müssen sich an diesem Wochenende ebenfalls wieder in Geduld fassen. Am Donnerstag brauchten Autofahrer bis zu zwei Stunden von Marburg bis Stadtallendorf. Um 16.30 Uhr waren die Parkplätze überfüllt.
Die Polizei wiederholte am Freitag ihren Ratschlag, möglichst frühzeitig nach Stadtallendorf aufzubrechen, Radioansagen und die Anweisungen von Polizeibeamten zu beachten.

Am Sonntag gibt es gleich zwei Höhepunkte: Am Mittag beginnt der Festzug (siehe Informationskasten), am Abend spielt die norwegische Kult-Band a-ha. Konflikte fürchtet die Polizei durch diese Dopplung nicht. „Die Veranstaltungen liegen zeitlich weit genug auseinander“, sagt Ahlich.

von Michael Rinde

Der Festzug

Beginn: 13.15 Uhr
Zugstrecke: Niederrheinische Straße, Bahnhofstraße, Herrenwaldstraße bis zur Niederkleiner Straße
erwartete Teilnehmer: rund 3 400
Zuglänge: im Aufstellungsgebiet 1 700 Meter
Zugnummern: 156, darunter 32 aus Stadtallendorf, dem Kreis und der Stadt Marburg
Zugstatistik: 79 Motivwagen, 41 Motivgruppen, 24 Trachtengruppen

Weitere Informationen zum Festzugplan gibt es im Internet unter „www.hessentag2010.de“

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Abschluss

Der Festzug zum Abschluss des Hessentags in Stadtallendorf läuft. Rund 3400 Menschen in 156 Zugnummern aus ganz Hessen nehmen teil.

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