Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Mardorfer machen Geschichte sichtbar
Landkreis Ostkreis Mardorfer machen Geschichte sichtbar
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:43 25.08.2013
1865 gab es nach der Grundsteinlegung einen Weck für die Schulkinder. Diesmal verteilte Hildegard Krähling Backwerk an die Gäste der Feierstunde.Foto: Böttcher
Mardorf

Ein hässliches gusseisernes Fallrohr und ein Postkabel hätten den Grundstein aus dem Jahr 1865 verdeckt, berichtete Karl-Heinz Krähling, der mit Unterstützung von Ewald Schick und Aloys Bieker einen Teil der Geschichte Mardorfs freilegte. Zuvor hätten sie rund 70 Zentimeter tief graben müssen, um das Fallrohr verlegen zu können. Außerdem sei einiges am Kanal kaputt gewesen, erklärte er. Nun ist der Grundstein sichtbar. Da er zum Teil etwas tiefer liegt als die heutige Gehwegebene, deckte Krähling das Loch vor dem Stein mit einer 15 Millimeter dicken Acrylplatte ab.

Mitglieder des Backhausvereins, die das Gemeenshaus betreiben, die Mitglieder des Ortsbeirates, Mitglieder des Arbeitskreises Mardorfer Dorfgeschichte und Bürger bildeten das Publikum beim geschichtlichen Rückblick durch Otmar Schick.

Dagmar Stabenow-Kräuter, die Vorsitzende des Backhausvereins, erzählte von der langen Geschichte des Gemeenshauses und dessen unterschiedlichen Nutzern. „Das Gemeenshaus ist als größte Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung grundlegend umgebaut und saniert worden“, erinnerte sie. Im Januar 2006 war Einweihung und Namensgebung. „Schon damals hatten wir, einige Mitglieder des Arbeitskreises Dorferneuerung und des Arbeitskreises Dorfgeschichte, vor, diesen Grundstein freizulegen“, sagte Stabenow-Kräuter.

Otmar Schick vom Arbeitskreis Mardorfer Dorfgeschichte erinnerte an die Grundstein­legung am 22. August 1865. Damals wurde das zweite Schulhaus an der Stelle errichtet, wo über lange Zeit das Brauhaus gestanden hatte. Die Gemeinde, die sich damals wenig um das Schulische gekümmert habe, hätte sich über zwei Jahrzehnte außerordentlich zurückhaltend verhalten, erklärte er. 1859 seien es 195 Kinder gewesen, die von einem einzigen Lehrer unterrichtet wurden. Pfarrer Franz Stadtmüller war die treibende Kraft für den Bau des zweiten Schulhauses. Er setzte es durch, dass auch das zweite Schulhaus in unmittelbarer Umgebung der Kirche gebaut wurde, obwohl die Gemeinde den Bau bezahlen musste und das Schulhaus westlich des heutigen Kreuzplatzes stehen sehen wollte.

Pfarrer Stadtmüller war es auch, der zur Grundsteinlegung den Bürgermeister und mit ihm den Gemeinderat einlud. Auf seinen Vorschlag hin erhielten die Schulkinder am 22. August nach der Grundsteinlegung um 8 Uhr jeder einen Weck. Zu der Zeit waren es 160 Kinder, die dann schon von zwei Lehrern unterrichtet wurden.

Und zwei Mardorferinnen waren es diesmal, die quasi eine kleine Zeitreise initiierten: Zur Erinnerung an damals verteilten Stabenow-Kräuter und Hildegard Krähling ebenfalls Wecken an die Teilnehmer der kleinen Feierstunde.

von Klaus Böttcher

Ostkreis Unterstützung für pflegende Angehörige - Zuhören, Wertschätzen und Ratschläge geben

75 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause gepflegt - ausschließlich von Angehörigen. Das Projekt Pflegebegleitung soll die Pflegenden unterstützen.

23.08.2013

Nachdem sie sich die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2009 hatten vorstellen lassen, stimmten Neustadts Stadtverordnete am Donnerstag im Eiltempo diversen Magistratsvorlagen zu.

23.08.2013

Neustadt. Viktor Tschebanu und Anika Mund vom für die Neustädter Jugendpflege zuständigen Verein bsj (Foto: Florian Lerchbacher) freuen sich auf anstehende Veränderungen am Umfeld des Jugendraums: Nachdem vor zwei Jahren die Reste des Abenteuerspielplatzes eingeebnet worden waren, platziert die Stadt auf der Freifläche in naher Zukunft zwei Bänke und richtet eine Feuerstelle ein. Zudem stellt sie einen Basketballkorb auf - ein Wunsch, der während des Neustädter Jugendgipfels aufgekommen war.

23.08.2013