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Mardorf bekommt eine Anlaufstelle für Touristen

Mardorfer Viehwaage Mardorf bekommt eine Anlaufstelle für Touristen

Die ehemalige Viehwaage hat bereits ein neues Dach und einige überarbeitete Gefächer. Der Arbeitskreis Dorfentwicklung will aus dem alten Gebäude einen Infopunkt machen.

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Eine Absperrung zeugt von den ersten Arbeiten an und in der Viehwaage.

Quelle: Florian Lerchbacher

Mardorf. Der Wall, die Kirche in der Mitte, die zahlreichen historischen Gebäude mit unter anderem dem Geburtshaus von Bambergs Erzbischof Ludwig Schick – wenn Karl-Heinz Kräling über seinen Heimatort Mardorf spricht, gerät er ins Schwärmen und wartet mit hochinteressanten Details auf. Und eben diese, dem Ortsfremden unbekannten Informationen will der Arbeitskreis Dorfentwicklung den Gästen Mardorfs zugänglich machen.

Der „harte Kern“ um Karl-Heinz und Hildegard Kräling, Dagmar Stabenow-Kräuter, Peter Hörl und Inge Eismann-Nolte plant den Ausbau der ehemaligen Viehwaage zum Infopunkt. Die Viehwaage an sich steht zwar schon lange nicht mehr in dem kleinen Gebäude neben dem Backhaus im Unterdorf, der Name ist jedoch geblieben. Wo einst Landwirte ihr Vieh für den Verkauf wogen, sollen bald Touristen Informationen über die historischen Gebäude und Mardorf an sich erhalten. Dafür entwickelt der Arbeitskreis derzeit einen kleinen Rundgang samt Wegweiser, der dort ausliegen soll. Zudem ist geplant, eine große Karte als Übersicht über die zahlreichen Denkmäler und die Häuser aufzuhängen.

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Bisher hat die Viehwaage aber bereits einen Anschluss an den Kanal bekommen. Alois Bieker und Horst Bley erneuerten einige Gefächer. Norbert Schüßler und Ewald Schick sind für die Schreinerarbeiten zuständig.

Bis in die 1960er nutzten die Landwirte die Viehwaage, anschließend stand sie leer – einem Abriss entging sie nur Dank der Auflagen des Denkmalschutzes. Ein großes Problem war, dass Regenwasser auf die gepflasterte Stelle zwischen Backhaus und Viehwaage geleitet wurde, in den Untergrund sickerte und dann in die Sandsteine des Gebäudes zog. Durch den Anschluss an den Kanal gehört dieses Dilemma zwar der Vergangenheit an, doch nun müssen zum Beispiel noch die Elektrik verlegt und die Tore wie beim Nachbargebäude aufgearbeitet werden. Im nächsten Jahr soll dann die Einweihung des Infopunktes anstehen – auf dass sich möglichst viele Menschen zum Beispiel auf einem Abstecher vom Elisabethpfad über Mardorf informieren kommen.

von Florian Lerchbacher

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