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Ostkreis Magma formte einmaligen Basaltkegel
Landkreis Ostkreis Magma formte einmaligen Basaltkegel
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19:03 22.09.2014
Reinhard Forst (rechts) führte eine der Gruppen. Kleines Foto: Der Landrat des Vogelsbergkreises Manfred Görig (von links), Kerstin Bär von der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft, der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow und Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg enthüllen die neue Infotafel. Fotos: Schick
Amöneburg

Kerstin Bär geriet ins Schwärmen, als sie unmittelbar vor der rund 25 Meter hohen Wand nach oben schaute. Die Referentin der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft war tief beeindruckt von der Beschaffenheit des Vulkanschlots, aus dem vor einigen Millionen Jahren noch heißes Magma geströmt war. Vor allem staunten sie und ihre knapp 50 Zuhörer aber über die meterlangen Basaltsäulen, die sich in verschiedenster Gestalt aus dem Gestein hervortaten.

„Die Strukturen sind recht schön und stehen frei. Man kann hier einiges lernen“, stellte Bär fest. Vor etwa 15 Millionen Jahren muss sich die Ostwand, die neben der Straße „Brücker Tor“ emporragt, gebildet haben. Damals war Magma aus dem Erdmantel bis zu 60 Kilometer nach oben geströmt, durchbrach Erdkrusten und kühlte an der Oberfläche ab. Das Resultat ist auch heute noch bis ins Detail zu analysieren.

Am Sonntag, zum ersten Tag des Geotops in Amöneburg, zeichnete Kerstin Bär schließlich die Ostwand als „Geotop des Jahres 2014“ aus. Vor dem Basaltgebilde steht nun eine Infotafel, die Einzelheiten zur Entstehung und den besonderen Eigenschaften verrät.

Nachdem sich die Gruppe interessierter Besucher davon einen Eindruck verschafft hatte, zog es sie zu einem ausführlichen Rundgang um den Berg herum.

Am Hang der Wenigenburg, wo eines der größten Naturschutzgebiete Hessens liegt, informierte Kerstin Bär weiter über die Geologie Amöneburgs. Tat kräftige Unterstützung bekam sie dabei von Reinhard Forst, der der Referentin als ortskundiger Experte mit viel Fachwissen assistierte.

Forst erzählte unter anderem von den verschiedenen Gesteinsarten, die in Amöneburg vorliegen. Neben Basalt drehte es sich dabei also um Buntsandstein und Quarzit, einen besonders harten Sandstein. „Buntsandstein ist leicht zu verarbeiten, der wurde zum Beispiel beim Bau der Lindau-Kapelle gebraucht“, sagte Forst, „Quarzit hingegen ist sehr stabil. Man hat ihn für Brücken oder Fundamente von Scheunen eingesetzt.“

Am Nachmittag erwarteten die Gäste Vorträge einiger renommierter Geologen wie Professor Peter Rothe, Dr. Martina Merz-Preiß und Dr. Astrid Wetzel. „Die Geotope in Amöneburg sind schon ein Alleinstellungsmerkmal. Von daher sollten wir dieses Thema in den Vordergrund stellen“, fand Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg.

von Yanik Schick

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