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Ostkreis Machbarkeitsstudie zeigt grünes Licht
Landkreis Ostkreis Machbarkeitsstudie zeigt grünes Licht
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18:56 10.06.2013
Mitglieder der Nahwärme-Initiative ließen sich über die Mardorfer Biogasanlage informieren.Archivfoto: Florian Lerchbacher
Mardorf

Darauf hatten die Mitglieder der Initiative gehofft, schließlich wollen sie nicht nur einen Beitrag zur Energiewende leisten sondern auch Kosten sparen. Seit September 2012 ist die Mardorfer Biogasanlage in Betrieb und produziert Strom - und Wärme: Dreieinhalb Millionen Kilowattstunden - das entspricht etwa 350000 Litern Heizöl - sind derzeit noch ein Abfallprodukt und bleiben ungenutzt. Bald könnte sich dies ändern. Ziel der Mardorfer ist es, im Jahr 2014 mit dem Bau eines Nahwärmenetzes zu beginnen und dann mit der Wärme die Häuser zu heizen und ihr Wasser zu wärmen. Rund 225 der 450 Mardorfer Haushalte hatten Interesse an einem Anschluss an ein Nahwärmenetz gezeigt, als Mitglieder der Initiative sie befragten. Die NIM war sozusagen für die Stadtwerke Marburg eingesprungen, die ursprünglich als Betreiber in der Diskussion gewesen waren.

Am Dienstag, 18. Juni, wird den Mardorfern zwischen 19.30 und 22 Uhr im Bürgerhaus die Machbarkeitsstudie vorgestellt. Nächster Schritt wäre dann die Gründung einer Bioenergiegenossenschaft. Eine auf dieses Ziel ausgerichtete Veranstaltung plant die NIM für den Juli.

Doch zunächst steht die Präsentation der Machbarkeitsstudie an. Rund eine Stunde plant Oliver Berghamer vom gleichnamigen Ingenieurbüro dafür ein. Danach hält Hans-Jochen Henkel einen Erfahrungsbericht aus Oberrosphe bereit, dem ersten Bioenergiedorf des Landkreises. Für die abschließende Diskussions- und Fragerunde stehen neben Berghamer und Henkel noch Berater der VR-Bank HessenLand, der Stadtwerke Marburg sowie Norbert Clement, der Energiebeauftragte des Kreises, als Ansprechpartner zur Verfügung.

Schnelle Internetversorgung

„Danach müssen in den Haushalten die Entscheidungen getroffen werden“, betont Dr. Bernhard Traulich von der NIM. Schon jetzt sei klar, dass die Preise nicht so günstig seien wie in Erfurtshausen: Die Mardorfer rechnen mit 10,5 Cent pro Kilowattstunde und 6000 Euro für den Beitritt zur Genossenschaft. Die höheren Kosten erklärt Traulich mit verschiedenen Faktoren: Die Förderbedingungen seien anders, das Nahwärmenetz wäre größer, und die Mardorfer müssten in den kälteren Monaten „zu nicht unwesentlichen Teilen“ zusätzlich eine Holzhackschnitzel-Anlage zur Unterstützung anwerfen.

„Wir sind optimistisch. Die Studie hat gezeigt, dass es Sinn macht, über ein Nahwärmenetz nachzudenken“, sagt Traulich und kündigt an, dass die NIM nicht nur zur Vorstellung der Machbarkeitsstudie Hilfs- und Beratungsangebote mache.

Sollte das Nahwärmenetz kommen, würde die Initiative auch gleich die Voraussetzungen für eine Versorgung mit schnellem Internet schaffen - doch das ist noch Zukunftsmusik.

von Florian Lerchbacher

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