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Lohpfad bekommt Riesen-Baugrube

Stadtallendorf Lohpfad bekommt Riesen-Baugrube

Ab Montagmorgen steht voraussichtlich ein Sperrschild am Minikreisel an der Zufahrt zum Lohpfad. Bis Oktober wird die Straße nur für Anlieger befahrbar sein.

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Diese alten Bäume an der Georg-Büchner-Schule sollen unter den Bauarbeiten nicht leiden. Sie bekommen außerdem neue Grünflächen.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Es ist eigentlich bereits der zweite Abschnitt der Kanalsanierung in der Straße am Lohpfad. Dieses Mal betrifft es den Straßenabschnitt zwischen den Hausnummern 9 und 23 und die Einmündung in die Straße Allendorfer Höhe. Im Laufe des nächsten Montags stellt das Bauunternehmen am Minikreisel ein Sperrschild für den Lohpfad auf. Anlieger dürfen dann nur noch bis zum jeweiligen Baustellenbeginn passieren.

Gestern stellten Erster Stadtrat Otmar Bonacker (CDU), Stadtwerke und Bauverwaltung das Projekt vor. Bonacker betonte, dass die jetzt anstehenden Bauarbeiten auch aus Sicht der Politik besonders wichtig sind.

Zwischen den Hausnummern 9 bis 13 verlegen die Stadtwerke die standardmäßigen Kanalrohre und Wasserleitungen. Im weiteren Verlauf entsteht dann ein Stauraumkanal mit einem Durchmesser von mehr als 2 Metern. Er dient in der Zukunft als Puffer der Wassermengen, die bei Starkregen ansonsten schon direkt in die Stadtmitte gelaufen sind. „Es ist das erste Mal, dass wir einen Staukanal dieser Größenordnung einsetzen“, erläutert Giselher Pontow, Betriebsleiter der Stadtwerke, die Dimension. Um diesen „Riesenkanal“ passend unter die Erde zu bringen, muss die Erde bis zu 5 Meter tief ausgeschachtet werden.

Sämtliche Hausanschlüsse entlang der Baustrecke werden ebenfalls erneuert. Gleichzeitig verlegen die Stadtwerke auch neue Kanalrohre in einem kleinen Teil der angrenzenden Straße Allendorfer Höhe. Die Anwohner hat die Stadt bereits in einer sehr gut besuchten Anliegerversammlung vor einigen Wochen direkt informiert.Dies war auch deswegen wichtig, weil die Stadt den betroffenen Teil der Straße Am Lohpfad auch grunderneuern lassen muss. Dadurch kommen Anliegergebühren auf die einzelnen Grundstücks- und Wohnungseigentümer zu.

Der Lohpfad beheimatet gleich drei Schulen. Während die Landgräfin-Elisabeth-Schule und die Astrid-Lindgren-Schule von den Bauarbeiten nicht berührt sein werden, sind zumindest die etwa 80 Lehrer der Georg-Büchner-Schule direkt betroffen. Für sie fallen in der Bauphase einige Parkplätze weg.

Keine Änderung beimSchulbus-Verkehr

Ihnen sei unter anderem angeboten worden, während der Bauphase Stellplätze in der Stadthallen-Tiefgarage zu mieten, erläutert Fachbereichsleiter Hubertus Müller. Der eigentliche Schulbus-Verkehr zur Büchner-Schule ist nicht berührt. Busse fahren wie immer die Haltestelle unterhalb der Schule an. Beim Stadtbusverkehr gibt es kleinere Veränderungen. Die Haltestelle an der Georg-Büchner-Schule entfällt. Dafür wird die Haltestelle am Rathaus einbezogen.

Am Minikreisel Amselweg steht ebenfalls eine Haltestelle zur Verügung. Im Zuge der Bauarbeiten gestaltet die Stadt auch den kleinen Parkplatz gegenüber der Büchner-Schule neu. Über die vier alten Bäume, allesamt Naturdenkmäler, wacht ein Sachverständiger. Ihnen soll zukünftig auch mehr Grünfläche zur Verfügung stehen. Teilweise wachsen sie bisher nur wenige Meter von der Bordsteikante entfernt.

Schon jezt weisen die Stadtwerke darauf hin, dass es während der Arbeiten an Wasserleitung und Hausanschlüssen für einige Stunden das Wasser abgestellt werden muss. Bis das jedoch so weit ist, wird es noch einige Monate dauern.

Der Kanalbau kostet 784000 Euro, weitere 416000 Euro sind für den reinen Straßenbau vorgesehen, für den es einen Landeszuschuss geben wird. Um den Zeitplan einhalten zu können, wird die Baufirma auch samstags arbeiten.

Während der gesamten Arbeiten stehen Stadtwerke und Verwaltung für Rückfragen zur Verfügungen. Die verschiedenen Sachbearbeiter sind unter der Rufnummer 06428/707-0, E-Mail magistrat@stadtallendorf.de, erreichbar.

von Michael Rinde

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