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Ostkreis Lieder, Tänze und Verse auf Platt
Landkreis Ostkreis Lieder, Tänze und Verse auf Platt
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20:15 25.10.2010
Mit herbstlichen Liedern unterhielt der Spinnstubenkreis Wohra das Publikum. Quelle: Karin Waldhüter

Wohratal. In allen Kommunen des Burgwaldes finden während des Kulturherbstprogrammes die unterschiedlichsten Veranstaltungen statt. Märchenwanderungen, Theater, Lesungen, Ausstellungen, Konzerte und ein Schafhütewettbewerb mit Border-Collies lassen die Besucher hautnah das kulturelle Schaffen im Burgwald erleben.

Mit einem Gottesdienst, den Prädikant Thomas Wöhl hielt, wurde am Sonntag der Kulturherbst Burgwald eröffnet. In seiner Predigt ging Wöhl auf die Worte „Kultur ist der Spielraum der Freiheit“ von Dietrich Bonhoeffer ein. Während des Gottesdienstes sorgten der Posaunenchor Wohra und der „Prosecco-Chor“ aus Langendorf für Musik. Karl-Heinrich Naumann, Verein Kulturherbst Burgwald, führte als Moderator durch den Nachmittag.

„Der Gast wird mit allen Sinnen die Region erleben“, versprach Dr. Armin Feulner, Leiter des Burgwald-Touristservice. Er warb dafür, die Kulturschaffenden des Ederberglandes in das Programm des Kulturherbstes mit einzubeziehen, zumal eine enge Zusammenarbeit bereits in der Regionalentwicklung bestehe. Dann sei es vielleicht möglich, dass die Veranstaltungsreihe in zwei Jahren als 7. Kulturherbst Burgwald-Ederbergland ausgerichtet werde.

Den Auftakt des bunten Unterhaltungsprogramms machten sieben Pärchen der Volkstanz- und Trachtengruppe Halsdorf unter der Leitung von Pia Bubenheim. Ganz still wurde es im Saal während des Auftritts der Mandolinen-Gruppe Schwalmstadt unter der Leitung von Brigitte Michelbach. Die Gruppe musizierte auf hohem Niveau und fesselte das Publikum mit ihrem Beitrag. Viel Applaus gab‘s für die musikalischen Auftritte des Spinnstubenkreises Wohra unter der Leitung von Margret Theis, den Gospelchor aus Halsdorf unter der Leitung von Lutz Kirscht, und für den Liedvortrag des Gesangvereins Langendorf unter der Leitung von Robert Lauks.

Im Vorfeld der Auftaktveranstaltung hatte der Verein Kulturherbst Burgwald zu einem Limerick-Wettbewerb in Platt aufgerufen. Der fünfzeilige Limerick ist eine Versform, verwandt mit den sogenannten Klapphornversen. Die eingereichten Limericks mussten im Dialekt des jeweiligen Ortes verfasst sein und in der ersten Zeile eine Ortsbezeichnung enthalten. An dem Wettbewerb beteiligten sich Renate Fitzke (Rosenthal), Anneliese Gade (Langendorf), Liesel Faust ( Gemünden), Carmen Dörr (Wetter) und Renate Boucsein (Hertingshausen).

Nach dem Vorlesen der insgesamt 17 eingereichten Limericks – einige hatten gleich mehrere abgegeben – lag die Entscheidung in der Hand von 20 ausgewählten Besuchern. Diese kürten den Reim von Renate Fitzke zum Wettbewerbssieger: „E Rosdohl getts awwejle scheen Rose/ Es gett sogar e Dornröschenstroße/ Do güng en Wanderer met seiner Frä/ die dreckt es, doch kee Klo in der Näh/ Do sät de: Wos netze mer de ganze Rose, jezz erres e der Hose“.

Das komplette Programm des 6. Kulturherbstes gibt es in den Rathäusern der Burgwald-Kommunen, in den Tourist-Büros des Burgwaldes und Ederberglandes oder im Internet unter www.burgwald –touristservice.de

von Karin Waldhüter