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„Leichter Nebenverdienst“ wird mild bestraft

Drogenhandel „Leichter Nebenverdienst“ wird mild bestraft

Ein 23-Jähriger aus Neustadt kam wegen 34-fachen Drogenhandels mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung davon. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre und drei Monate Haft gefordert.

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Das Amtsgericht in Marburg verurteilte einen 23-jährigen Drogendealer zu einer Bewährungsstrafe.

Quelle: Tobias Hirsch

Neustadt. Sichtlich erleichtert nahm der Karosseriebauer das Urteil von Richter Jens-Daniel Braun zur Kenntnis. Nach der mehrstündigen Hauptverhandlung kam es jedoch zu sehr unterschiedlichen Plädoyers. Die Staatsanwaltschaft vermutete im Gegensatz zur Verteidigung eine mangelhafte Kooperation des Angeklagten bei der Benennung weiterer Komplizen und Hintermänner.

Hatte der 23-Jährige bei der polizeilichen Vernehmung nämlich noch einen bestimmten Namen als seinen Verkäufer genannt und konkrete Angaben zu ihm gemacht, ruderte er vor Gericht zurück. „Was ich da gesagt habe stimmt nicht. Ich wurde bei der Polizei unter Druck gesetzt und bedroht, deshalb sagte ich diesen Namen“, gab er an. Er verwies stattdessen auf drei andere Händler, denen er im Laufe eines Jahres bis zu drei Kilogramm Haschisch und Speed abgekauft hatte.

Der Angeklagte selbst konsumiere keine Drogen und habe das Dealen als „einen leichten Nebenverdienst“ für sich entdeckt. Ihm sei irgendwann aufgefallen, „dass viele Leute viel Geld für Cannabis und Co.“ ausgeben. „Anfangs habe ich es mit kleinen Mengen ausprobiert und gesehen, dass ich damit ein bisschen was dazu verdienen kann“. Im Laufe der Zeit seien die Abnahmemengen dann größer geworden. Mit bis zu 2 000 Euro in der Tasche habe er seine Lieferanten getroffen. Spontan und ohne Verabredung, wie er behauptete

von Björn Wisker

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