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Ostkreis Leerstände vermeiden
Landkreis Ostkreis Leerstände vermeiden
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20:22 19.02.2010
Michael Höhmann will Bürgermeister werden. Quelle: Hirsch

Die Entwicklung der Bevölkerungszahl ist das beste Zeichen für die Attraktivität einer Stadt. Entscheidend ist die Bindung der Menschen an ihren Wohnort. Die Lebensqualität der Familien muss gesichert werden. Viele Städte haben auf die demografische Herausforderung mit der Ausweisung von Neubaugebieten geantwortet, das heißt, um Einwohner geworben.
Wir brauchen in den Stadteilen Baugrundstücke für junge Familien, damit diese nicht ihrem Ort und damit ihren Familien den Rücken kehren. Damit wird auch die Einnahmensituation der Stadt gestärkt. Darüber hinaus benötigen wir ansiedlungswillige Unternehmen mit neuen Arbeitsplätzen. Ansiedlungswillige wollen sich in einem attraktiven Umfeld niederlassen. Neben Baugrundstücken ist damit eine lebendige Innenstadt Garant dafür, dass Menschen unsere Stadt anziehend finden und Kaufkraft gebunden werden kann.

Ich werde mich dafür einsetzen, die Infrastruktur zu sichern. Zunächst gilt, dass die Erhaltung von Gemeinschaftseinrichtungen vorrangig ist. Des Weiteren müssen die Ortskerne für junge Familien attraktiver gemacht werden. Leerstände sind zu vermeiden und ehemalige landwirtschaftliche Anwesen einer neuen Bewirtschaftung zuzuführen. Junge Familien suchen sich ihren Wohnort vor allem danach aus, ob es in der Nähe Arbeitsplätze, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, eine kulturelle Vielfalt und vor allem eine umfassende Kinderbetreuung gibt. Ich möchte ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln, damit sich die Menschen in ihren Stadtteil wohlfühlen. Einen wesentlichen Beitrag zur Gemeinschaftsbildung leisten die Vereine. In den Vereinsstrukturen in den Stadtteilen liegt eine enorme Kraft, die das Gemeinschaftsgefühl fördert und die Vitalität der Stadtteile ausmacht. Die engagierten Mitglieder in den Vereinen sind auch Seismografen, die spüren, was die Bürger bewegt.

Als Bürgermeister werde ich mit der Verwaltung aktiv die Kommunikation suchen, um diese besondere Gestaltungskraft zu fördern. Mein Ziel ist, die lebendige Zusammenarbeit mit einer aktiven Bürgerschaft zum Wohle unserer Stadt. Die Zukunft der Stadt liegt in den Stadtteilen, denn Kirchhain hat mehr als eine Innenstadt. Sie kann Vielfalt und sozialen Zusammenhalt erst durch ihre Stadtteile erlangen, die zum Teil erheblich vernachlässigt wurden. Für die Zukunft der Stadtteile sind eigene Entwicklungsprozesse erforderlich, die Perspektiven dafür aufzeigen, dass eine ortsnahe Versorgung und soziale Infrastruktur gewährleistet ist, die Eigenverantwortung der lokalen Akteure gestärkt und die Identifikation mit den Stadtteilen erhöht wird. Die Dorferneuerungsprojekte sind fortzuführen.

800.000 Euro bewilligte das Wirtschaftsministerium aus dem Förderprogramm Stadtumbau in Hessen für die Städte Stadtallendorf, Kirchhain und Rauschenberg.

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