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Laufstall neben Schreibtisch

Kinderfreundliche Bundeswehr Laufstall neben Schreibtisch

Fürsorge für die Untergebenen wird bei der Bundeswehr groß geschrieben. In der Herrenwaldkaserne wurde jetzt ein neues Eltern-Kind-Arbeitszimmer seiner Bestimmung übergeben.

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David Menzer (von links) weihte mit seinen Kindern Fabio und Colien im Beisein von Bettina Bernhard und Volker Bescht die neue Einrichtung ein. Foto: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Was tun, wenn die Kita geschlossen ist, wenn Lehrerin oder Lehrer krank und auch Oma und Opa nicht verfügbar sind? Wohin dann mit dem Sprössling, um dennoch zur Arbeit gehen zu können?

Für solche und ähnliche Fälle steht den in der Stadtallendorfer Herrenwaldkaserne stationierten Soldaten und zivilen Mitarbeitern ab sofort ein Eltern-Kind-Arbeitszimmer zur Verfügung. Tritt der „Notfall“ ein, genügt nach Genehmigung durch den jeweiligen Vorgesetzten ein Anruf beim Kasernenfeldwebel, um den Schlüssel für den Betreuungsraum zu erhalten. „Es gibt immer wieder überraschende Situationen, die es den Eltern notwendig machen, entweder kurzfristig Urlaub zu nehmen oder wie hier das Kind mit zur Dienststelle zu nehmen und trotzdem weiter der Arbeit nachzugehen“, betonte Brigadegeneral Volker Bescht, stellvertretender Divisionskommandeur der Division Spezielle Operationen und Standortältester.

Er stellte die Einrichtung zusammen mit Oberleutnant Bettina Bernhard vor. Erster Nutzer war Hauptfeldwebel David Menzer, der für diesen Tag seinen Büroarbeitsplatz in das Eltern-Kind-Arbeitszimmer verlegt hatte, um dort seine beiden Söhne Fabio und Colien persönlich betreuen zu können.

Nach dem Beispiel des Standortes Merzig, in dem Bernhard zuvor stationiert gewesen war und wo sie eine solche Betreuungsmöglichkeit eingerichtet hatte, hat die Soldatin mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesverteidigungsministerium und das Streitkräfteamt die kindgerechte Einrichtung zusammengestellt und den Raum gestaltet.

Mit Wickelkommode, Laufstall und verschiedenen Spielmöglichkeiten für Kinder ab einem Alter von einem halben Jahr eingerichtet, ist der Raum mit einem Schreibtisch und Telefon ausgestattet. Darüber hinaus stehen ein Laptop oder PC bereit. Eine Obergrenze von maximal 20 Arbeitstagen zur Kinderbetreuung pro Erziehungsberechtigten jährlich gewährt die Bundeswehr ihren Mitarbeitern. Ein Rechtsanspruch besteht dabei allerdings nicht.

von Alfons Wieber

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