Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 3 ° wolkig

Navigation:
Land fördert nur eine schmalere Variante

Radweg Land fördert nur eine schmalere Variante

Bei der Finanzierung des Radwegs zwischen Gemünden und Wohra gab es überraschende Änderungen. Eigentlich schien alles klar, das Land hat den Zuschuss für den Ausbau eines Wirtschaftsweges zum Radweg zwischen Gemünden (Wohra) und Wohra bewilligt, aber nicht für die volle Wegesbreite.

Voriger Artikel
Stadtallendorf erhöht Steuern
Nächster Artikel
Bürgerhaus-Restaurant wird Treffpunkt

Schlaglöcher prägen den derzeitigen Wirtschaftsweg zwischen Wohra und Gemünden, der ausgebaut werden soll.

Quelle: Weigel

Wohratal. Ganz kurzfristig änderte Wohratals Bürgermeister Peter Hartmann (parteilos) am Dienstag noch einmal seinen Entwurf des Nachtragshaushalts. Der Grund: Beim geplanten Ausbau des Wirtschaftsweges zwischen Gemünden (Wohra) und Wohra hat es Überraschungen gegeben Das Land fördert das Gemeinschaftsprojekt der Stadt Gemünden und der Gemeinde Wohratal mit einem Zuschuss von 75 Prozent. Allerdings fließt das Geld erst in den Jahren 2011 und 2012.

Außerdem gibt das Land seinen Zuschuss nur für einen Ausbau auf einer Breite von 2,5 Metern, nicht von den ursprünglich vorgesehenen 3 Meter. Das geht aus dem endgültigen Bewilligungsbescheid des Landes hervor. Gemünden und Wohratal sind ohnehin immer von einem Ausbau des Weges auf einer Breite von 3,5 Metern ausgegangen. Damit das möglich wird, hatte die Jagdgenossenschaft Wohra / Hertingshausen der Gemeinde schon einen Zuschuss von 7.667 Euro zugesagt.

Für die beiden Kommunen bedeutet das höhere Kosten. Denn jetzt fehlt das Geld für einen halben Meter Wegeausbau. Beide müssen ihren Part außerdem vorfinanzieren. In Wohratal geht das nur über Kredite, die Zinsen hat die Gemeinde zu zahlen. Für Wohratal ergibt sich dadurch folgende Rechnung: 118.000 Euro beträgt der Kostenanteil für das Wohrataler Stück. 68.000 Euro kommen vom Land für einen Ausbau auf 2,50 Meter Breite. Hinzu kommt der Zuschuss der Jagdgenossenschaft. Unter dem Strich ergibt sich für Wohratal damit, dass der Radwegeausbau 11.500 Euro teurer wird. In Gemünden sind es 31.500 Euro für den Ausbau von 2,5 auf 3,5 Meter.

Peter Hartmann hat den Nachtragshaushalt angepasst. Er hat den eingeplanten Landeszuschuss herausgenommen und stattdessen die Kreditaufnahme erhöht. Hartmann möchte jetzt mit der Jagdgenossenschaft Kontakt aufnehmen und mit ihr über einen höheren Zuschuss zu den Baukosten verhandeln. Für Klaus-Dieter Engel (SPD) war es angesichts der Finanzlage Wohratals wichtig, dass mit der Zustimmung zum Nachtragshaushalt noch keine Vorentscheidung über die endgültige Wegbreite und deren Finanzierung gefällt wird. In Gemünden wird die endgültige Entscheidung über die Radwegbreite wohl auch auf den Januar vertagt.

von Michael Rinde

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr