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Land ehrt Emsdorfer Lebensretter

Auszeichnung Land ehrt Emsdorfer Lebensretter

Es ist der bisher schwerste Verkehrsunfalls des Jahres im Ostkreis: Am Sonntag, 10 April, biegt der Fahrer eines mit fünf jungen Leuten besetzten Autos auf der Landesstraße zwischen Kirchhain und den Lahnbergen nach links Richtung Roßdorf ab.

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Staatsminister Axel Wintermeyer (Mitte) mit den drei Lebensrettern (von links) Armin Pfeiffer aus Emsdorf, Tim Almmeroth aus Homberg/Efze und Udo Hesse aus Burbach.

Quelle: Staatskanzlei

Wiesbaden. Dabei übersieht der Fahrer ein aus Richtung Marburg kommendes Motorrad. Dessen Fahrer, ein 27-jähriger Mann aus Willingshausen, kann nicht mehr abbremsen. Das Rad kracht gegen die hintere rechte Tür den Autos, das Feuer fängt. Drei der fünf Insassen können sich aus dem Auto befreien.

In dieser dramatischen Situation kommt Armin Pfeiffer aus Emsdorf an der Unfallstelle vorbei. Der 28-Jährige hält sofort an und nähert sich dem Wrack. Im dichten Rauch entdeckt er auf der Rücksitzbank eine junge Frau. Im zweiten Anlauf gelingt es dem Emsdorfer, die 19-jährige Kirchhainerin aus dem Auto in Sicherheit zu bringen.

Die junge Frau erlitt schwere Verletzungen. Leider scheiterte anschließend sein Versuch, auch den hinten direkt an der Einschlagsstelle des Motorrades sitzenden 23-jährigen Mann zu retten, an den sich rasant ausbreitenden Flammen.

Der Motorradfahrer und der 23-Jährige sterben am Unfallort. Trotzdem ist eines sicher: Armin Pfeiffer hat ein Menschenleben gerettet. Dafür wurde er in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden ausgezeichnet.

Im Beisein von Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner erhielt er für seinen selbstlosen Einsatz von Staatsminister Axel Wintermeyer die Hessische Rettungsmeddaille.

Mit ihm wurden der siebenjährige Tim Allmeroth aus Homberg, der bei einem Schwimmbadbesuch ein zweijähriges Mädchen vor dem Ertrinken gerettet hatte, und der 43-jährige Udo Hesse aus Burbach ausgezeichnet. Hesse war im Februar in Wetzlar in die eiskalte Lahn gesprungen, um eine bewusstlose Frau zu retten.

von Matthias Mayer

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