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Kunst-Koffer: Malen verbindet

Stadtallendorf Kunst-Koffer: Malen verbindet

Die Aktion „Kunst-Koffer kommen“ ist kostenfrei und faszinierend. Sowohl für die Kinder, als auch für die Erwachsenen.

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Danielle (links) und Kenan malen an der „Kunst-Koffer-Haltestelle“ im Rucker-Park an der Chemnitzer Straße. Immer Dienstagnachmittag ist die kostenfreie Aktion in Stadtallendorf.

Quelle: Katja Peters

Stadtallendorf. Die große grüne Plane zeugt von viel Kreativität der Kinder. Sie ist vollgetropft mit alter Farbe, aber es scheint so, als soll sie genau so aussehen. Mittig stehen die großen Gläser mit Farbe und ein Eimer mit Pinseln. Anfangs ist Kenan noch zögerlich, als er mit seiner Mutter im Rucker-Park an der Chemnitzer Straße Ulrike Spieß und die fünfjährige Danielle auf der Plane sitzen sieht. Aber dann traut er sich doch und fängt an die blaue Farbe auf dem weißen Blatt Papier und auf seinen Händen zu verteilen. „Genau das ist das Faszinierende“, erklärt Ulrike Spieß von der Aktion „Die Kunst-Koffer kommen“. „Wir sprechen die Kinder nicht an oder versuchen krampfhaft sie zu ermutigen. Sie kommen von ganz allein und fangen einfach an. Wenn sie dann Hilfe brauchen, dann sind wir da.“

Einmal die Woche, immer dienstags von halb vier bis halb sechs nachmittags ist das kostenfreie Mitmachangebot in Stadtallendorf. Ohne Anmeldung können die Kinder malen oder mit Holz und Speckstein arbeiten. „Das entscheiden sie ganz alleine“, so Ulrike Spieß. Zeitweise tummeln sich über 30 Kinder an der „Kunstkofferhaltestelle“, viele von ihnen mit Migrationshintergrund oder aus sozial schwachen Familien. Ulrike Spieß: „Aber gerade das ist ja das Faszinierende. Hier spielt es keine Rolle, wer oder was du bist, was du kannst oder nicht. Es geht einfach darum zusammen kreativ zu sein und Spaß zu haben.“

Große Sorgen macht sie sich dennoch um den Fortbestand. Immer wieder muss um die Finanzierung solcher für Kinder kostenfreien Angebote gekämpft werden. Danielle und Kenan ist das egal. Sie malen einfach weiter auf Papier und Plane.

von Katja Peters

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