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Kulturroute passiert Rauschenberg

Anbindung an Hugenotten- undWaldenserpfad Kulturroute passiert Rauschenberg

Rauschenberg und Umgebung gewinnen für Wandertouristen mehr an Bedeutung. Die Ausweitung eines europaweit bekannten Fernwanderwegs macht es möglich.

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Die Schilder für den neuen Rundweg zeigen (von links) Gerhard Badouin, die Erste Stadträtin Ute Badenhausen-Klös, Bürgermeister Michael Emmerich und Gerhard Hosemann, Vorsitzender des Knüllgebirgsvereins. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Der rund 2000 Kilometer lange Hugenotten- und Waldenserpfad folgt dem Weg, den die reformierten Glaubensflüchtlinge von den nordprovenzialischen sowie den piemontesischen Alpen und Bad Karlshafen zurückgelegt haben. Der inzwischen in den Rang einer europäischen Kulturroute erhobene Weg führt von den Ausgangspunkten in Frankreich und Italien auf dem direkten Weg nach Bad Karlshafen in den nördlichsten Zipfel Hessens. Der Hauptweg führt von Marburg über den Christenberg weiter nach Wiesenfeld und Louisendorf und lässt die heimischen Siedlungsgebiete der Hugenotten und Waldenser rechts (Frauenberg, Schwabendorf, Hertingshausen) beziehungsweise links (Todenhausen) liegen.

Durch Wegschleifen und so genannte Erlebnisräume werden diese Siedlungsgebiete vom Hauptweg aus erschlossen. Eine solche Wegschleife bindet jetzt auch Rauschenberg und den Stadtteil Josbach an den Hugenotten- und Waldenser-Pfad an. Der den Weg betreuende Verein übergab jetzt im Rathaus symbolisch die Wegweiser für die Ausschilderung der neuen Strecke.

Wie der Gemündener Gerhard Badouin vom Verein Hugenotten- und Waldenserpfad berichtete, zweigt die neue Schleife am Christenberg vom Hauptweg ab, führt über die Franzosenwiesen und Schwabendorf weiter nach Rauschenberg, am Rathaus vorbei über die Heiligen Eichen nach Josbach und über Mengsberg weiter bis zum Wendepunkt nach Treysa. Nächster Ort ist die Hugenotten-Kolonie Frankenhain, die durch den im Bau befindlichen Autobahn-Tunnel bekannt geworden ist. Von dort führt der Weg weiter nach Hertingshausen und von dort über die Franzosenwiesen zurück zum Christenberg.

Rauschenberg wie Josbach seien wichtige Stationen für diese Schleife, weil sowohl die Kernstadt als auch der Stadtteil den Wanderern neben der gastronomischen Versorgung auch Übernachtungsmöglichkeiten in Hotels böten, sagte Badouin. Im östlichen Teil des Wegs sei die Ausschilderung durch den Knüllgebirgsverein bereits abgeschlossen, sagte Badouin.

Kennzeichen des Weges ist eine geschwungene grüne Linie unter einem blauen Punkt. Diese Embleme zieren auch die neuen Wegweiser, deren Kilometer-Angaben bei Ortskundigen zunächst ungläubiges Staunen auslösen dürfte.

So gibt eines dieser Schilder in Rauschenberg die Strecke nach Mengsberg mit 9,5, die nach Hertingshausen aber mit stolzen 52 Kilometern an. Diese Kilometrierung erklärt sich aus dem Rundweg-Charakter des Weges und auf diesem liegt Hertingshausen weit hinter Treysa ziemlich am Ende der Wandertour.

Bürgermeister Michael Emmerich zeigte sich erfreut über die Anbindung der Stadt an den Weg, wünschte sich zugleich Flyer zu dem neuen Rundweg, um diesen in der Stadt bewerben zu können.

von Matthias Mayer

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