Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
„Kümmerer“ geben Museum Zukunft

Helfer gesucht „Kümmerer“ geben Museum Zukunft

Das Rauschenberger Heimatmuseum wird 2019 100 Jahre alt. Bis dahin soll das in den Dachgeschossen des Rathauses untergebrachte geschichtliche Gedächtnis der Stadt wieder geöffnet sein.

Voriger Artikel
Ein Ort zum Auspowern
Nächster Artikel
Mit der Krebspolka über den Schulhof

Bürgermeister Michael Emmerich (von links) mit den „Museumskümmerern“ Frank Riedig, Bianca Klein, Ulrike Möschet, Hannelore Klein, Jörg Näther, Simone Klingelhöfer und Werner Hampel. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Möglich machen wollen dies die „Museumskümmerer“, ein kleiner Kreis von Interessierten aus der Kernstadt und den Stadtteilen, die unter dem Dach des Kultur- und Verschönerungsvereins dem Museum eine neue Struktur und ein zeitgemäßes Konzept geben wollen.

Die Vorarbeiten dazu hat der Berliner Museumskundler Daniel Heimbach Anfang des Jahres geleistet, der im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit die Grundlagen für das an der hessischen Museumssystematik orientierte Konzept schuf und zudem den Bestand inventarisierte. Mehr als 1000 Exponate aus 60 Sachgebieten hat er erfasst, eine Herkulesaufgabe bleibt aber seinen ehrenamtlichen Nachfolgern überlassen: Die Auslagerung von großen Teilen der Dauerausstellung in ein Depot.

Ein Depot ist inzwischen gefunden und mit der Auslagerung wurde in der vergangenen Woche begonnen. Zweck der Übung: Es muss in dem bisherigen magazinartigen Museum einfach Platz geschaffen werden für Sonderausstellungen, für museumspädagogische Arbeit und für die angemessene Präsentation der besonderen Stücke, die nicht mehr willkürlich aufgestellt, sondern einer Zeitleiste folgend platziert werden sollen.

Das berichteten die „Museumskümmerer“ im Gespräch mit dieser Zeitung. Mit der Ethnologin Bianca Klein haben sie eine ausgewiesene Fachfrau in ihren Reihen, die zum wissenschaftlichen Mitarbeiter-Stab des Museumsdorfs Hessenpark gehört. Sie möchte als ehrenamtliche Helferin mit der alten Rauschenberger Thematik brechen: „Das brauchen wir nicht mehr, das stellen wir ins Museum.“ Die Museumsperspektive müsse erneuert werden. Jörg Näther erklärte, dass die im Depot gelandeten Exponate nicht in der Versenkung verschwünden, sondern in Sonderausstellung gezeigt würden. Geplant sei beispielsweise eine Sonderausstellung zur Rauschenberger Epoche als Luftkurort.

Werner Hampel regte an, nicht nur ein Quellenverzeichnis, sondern auch ein Quellenarchiv mit zeitgeschichtlichen Dokumenten und Texten in das Museum zu integrieren.

Simone Klingelhöfer gehört zu den Motoren des von „Heimatliebe, Identifikation mit unserer Heimatstadt, der positiven Grundstimmung nach der 750-Jahr-Feier und dem Interesse und Begeisterung für historische Zusammenhänge und alte Geschichte“ getragenen Projekts. Sie wünscht sich mehr Mitstreiter und Unterstützer für das ehrgeizige Vorhaben. Interessenten können sich bei Jörg Näther im Rathaus melden. Telefon: 06425/9239-29. E-Mail: j.naether@rauschenberg.de

Neben tatkräftiger Hilfe von Frauen und Männern sind die „Kümmerer“ auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Die Sparda-Bank Hessen lobt derzeit für 30 Projekte eine Förderung von je 2000 Euro aus. Die Gelder gehen an die Projekte, die bis zum 31. Mai die meisten Unterstützer-Klicks bekommen haben. Derzeit liegt das Rauschenberger Museum auf Rang 34 unter 183 Bewerbern, nur wenige Klicks vom Ziel entfernt. Jeder darf einmal täglich abstimmen. Auf der Startseite www.rauschenberg.de findet sich ein großer Link zur Abstimmungsseite.

von Matthias Mayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr