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Kreistierschau beim Hoffest geht nicht

Kirchhain Kreistierschau beim Hoffest geht nicht

Die Kreistierschau soll weiter bestehen. Entsprechende Willenserklärungen gaben die Stadt Kirchhain und die Marburger Rinderzüchter gegenüber der OP.

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150 Schwarzbunt-Kühe stehen im Stall der Schwabendorfer Familie Müller. Ob die besten Zuchttiere des Kreises auch künftig bei einer Kreistierschau gezeigt werden können, ist derzeit noch ungewiss.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) hatte in einem Pressegespräch angekündigt, dass die Stadt ihren Kostenbeitrag für die Veranstaltung auf 10.000 Euro begrenzen – das ist der Betrag, mit dem sich der Landkreis Marburg-Biedenkopf beteiligt – und sich aus der Organisation zurückziehen werde. Der Kämmerer hatte das damit begründet, dass Gesamtkosten von 50.000 Euro für eine halbtägige Kreistierschau, zu der Kirchhain nur einen mittelbaren Bezug habe, nicht länger tragbar seien. Außerdem sei der städtische Vorschlag, die Kreistierschau in ein Hoffest einzubinden und damit attraktiver zu gestalten, von den Züchter-Verbänden abgelehnt worden.

Die Begriffe Hoffest und Kreistierschau schlössen einander aus, entgegnete der Schiffelbacher Landwirt und Vorsitzender der Marburger Rinderzüchter, Heinz Otto, bei einem Pressegespräch. Der Platz auf einem Bauernhof sei für eine solche Veranstaltung völlig unzureichend und reiche bestenfalls für eine Präsentationsgruppe. „Für ein Fest auf einem Bauernhof müssen wir aber nicht fünf Kühe herankarren, um sie dort in einer Ecke anzubinden. Auf Bauernhöfen gibt es auch so schon genügend Rinder und Milchkühe“, ergänzte der Schwabendorfer Landwirt Heinrich Müller. Entscheidend sei der Wettbewerbscharakter bei der Kreistierschau. Auch wenn es nur um die Ehre gehe, wolle jeder Züchter der beste sein. Diesem Ziel opferten die Züchter und Landwirte, was diese kaum noch besäßen: viel Zeit. Die besten Zuchttiere müssten für die Schau nicht nur gewaschen, sondern für ihren Auftritt regelrecht trainiert werden. Sie müssten lernen, am Strick zu gehen, erläuterte er den Aufwand.

Die Verwaltung habe den Auftrag des Magistrats, sich aus der Organisation der Kreistierschau zurückzuziehen. Weil sich niemand aus der Arbeitsgruppe bereiterklärt habe, die Organisation zu übernehmen, habe die Stadt diese nicht mehr eingeladen, sagte Schneider der OP. Die Stadt sei bereit, künftige Organisatoren zu unterstützen, etwa durch Überlassung der notwendigen Datensätze.

von Matthias Mayer

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