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Kreisstraße wird zur Datenautobahn

Straßensanierung Kreisstraße wird zur Datenautobahn

Was lange währt, wird irgendwann gut. Am Freitag erfolgte der lange ersehnte symbolische erste Spatenstich zum Beginn der grundhaften Erneuerung der Kreisstraße 14.

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Auf das Kommando von Landrat Robert Fischbach (fünfter von links) schwangen Kommunalpolitiker und Mitarbeiter von Hessen Mobil an der K 14 synchron die Spaten.Foto: Alfons Wieber

Emsdorf. Die Kreisstraße zwischen Kirchhain und Emsdorf befindet sich schon seit Jahren in einem schlechten und unfallträchtigen Zustand. Besonders prekär ist, dass der gesamte Schulbusverkehr von Emsdorf nach Kirchhain und Langenstein über diese Straße führt. Seit vielen Jahren hatten führende Kreispolitiker immer wieder den Ausbau versprochen, der dann ebenso häufig wieder verschoben worden war.

Die Straße ist zu schmal, weist Absenkungen, Verwerfungen und unbefestigte Randbereiche auf. Nach den Vorstellungen der Planer soll die Straße nun auf einer Länge von 3,8 Kilometer im Bereich vor der Einmündung Lagenstein bis zum Ortseingang Emsdorf grundhaft erneuert werden. Die derzeitige Fahrbahnbreite beträgt nach Auskunft von Willi Kunze, Regionalbevollmächtigter von Hessen Mobil, nur 4,7 Meter. „In Teilbereichen sogar nur 4,20 Meter, was ein besonderes Konfliktpotenzial im Begegnungsverkehr darstellt“, erläuterte Kunze. Daher ist eine durchgängige Verbreiterung auf 5,50 Meter vorgesehen.

Gesamtkosten: Rund 4,2 Millionen Euro

Kritische Kurvenbereiche, die sich vor allem am Waldeingang und innerhalb der Streckenführung im Wald befinden, sollen entschärft werden. Nach derzeitigem Planungsstand bezifferte Hessen Mobil die Baukosten auf rund 4,2 Millionen Euro.

Das Land bezuschusst die Arbeiten mit 2,7 Millionen Euro, den Rest muss der Kreis selbst schultern. In den Gesamtkosten sind auch 72000 Euro für die Verlegung von Leerrohren enthalten, um die Voraussetzungen für eine Breitbandverkabelung und damit für schnelles Internet rund um Kirchhain zu schaffen. „Die Kreisstraße wird damit auch zur Datenautobahn“, kommentierte Landrat Robert Fischbach. Der Grundstücksankauf, der für die Fahrbahnverbreiterung erforderlich war, schlägt mit 186.000 Euro zu Buche.

Dietmar Menz, erster Stadtrat von Kirchhain, gab seiner Freude über den nun endlich stattfindenden Beginn der Bauarbeiten und auch zum geplanten Einbau von Leerrohren Ausdruck. Bei dieser Gelegenheit erinnerte er an das Wegekreuz des Bildhauers Hermann Pohl, das anlässlich des Baus der K14 im Jahre 1922 gestiftet und an der Straße aufgestellt worden war. „Wäre die neue Fahrbahn 6,50 Meter breit geworden, hätte auch die Stadt Kirchhain ein Kreuz aufgestellt“, teilte Menz im Auftrag des verhinderten Bürgermeisters Jochen Kirchner mit.

In diesem Jahr sollen zunächst nur die Bäume, die der Verbreiterung der Straße zum Opfer fallen, gefällt werden. Die eigentliche Baumaßnahme beginnt erst im Frühjahr und soll voraussichtlich im August 2013 abgeschlossen sein. Während der Straßenbauarbeiten ist die Kreisstraße 14 vollständig gesperrt.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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