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Ostkreis Knotenbinden bringt die Entscheidung
Landkreis Ostkreis Knotenbinden bringt die Entscheidung
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20:30 16.05.2012
Die Einsatzabteilungen mussten beim Stadtpokal unter anderem einen Löschangriff simulieren. Das Foto zeigt das Team von Kirchhain-Mitte. Kleines Foto: Judith und Patrik müssen beim Staffellauf einen Knoten binden. Fotos: Klaus Böttcher
Kirchhain

Die zehnjährige Judith aus Burgholz steht ganz aufgeregt an einem Wechselpunkt des Staffellaufes. Da kommt schon Patrik angelaufen, der ihr den Staffelstab übergibt. Judith steckt ihn schnell in die Seitentasche ihrer Hose. Jetzt gilt es, Knoten richtig zu binden. Zusammen mit Patrik verbindet sie ein Strahlrohr mit einer Schlauchkupplung.

Jetzt ist es ihre Aufgabe mit einem Knoten, der sich „doppelter Ankerstich“ nennt, die Kupplung zu sichern. Zum Abschluss muss Judith am Ende des Strahlrohrs noch einen weiteren Knoten, einen Halbschlag, binden. Erst dann nimmt sie den Staffelstab in die Hand und rennt los so schnell sie kann bis zum nächsten Wechsel. „Der Halbschlag war falsch“, erzählt Judith später. Aber das ist ihr zu verzeihen, denn sie gehört der Burgholzer Jugendfeuerwehr erst seit einer Woche an. Sie sagt ganz begeistert: „Das macht Spaß.“

Alle 10 Kirchhainer Jugendwehren hatten zunächst diesen Staffellauf über 400 Meter, mit verschiedenen Aufgaben zu absolvieren, bevor sie einen Löschangriff starteten, der ähnlich verläuft wie bei den Erwachsenen, nur ohne Wasser.

Es gilt einen Schlauch bis zum Verteiler auszurollen, dann werden drei Schläuche über Hindernisse, beziehungsweise durch einen Kriechtunnel befördert und die Strahlrohre an die Schläuche angeschlossen.

Die Freiwillige Feuerwehr Emsdorf hatte in diesem Jahr die Ausrichtung des Kirchhainer Stadtpokals der Feuerwehren übernommen. Emsdorfs Wehrführer Peter Kläs und seine Leute hatten alles bestens organisiert. „Es sind ungefähr 60 Leute im Einsatz“, erzählt Kläs, wobei sie vor allem die vielen Teilnehmer versorgten.

Seit einigen Jahren findet der Wettkampf der Einsatzabteilungen nach der Ausschreibung der „Hessischen Feuerwehrleistungsübung“ statt. Ein Bestandteil ist ein realitätsnaher Löschangriff. Zu einer Löschgruppe gehören neun Frauen oder Männer, die Wehren können aber auch mit sogenannten Staffeln an den Start gehen, bei denen sechs Leute die Aufgaben der neun Leute einer Löschgruppe übernehmen.

Das entspricht eher der Realität, da eine Fahrzeugbesatzung oftmals aus sechs Leuten besteht. Bei der Übung wird Wasser aus dem Hydranten entnommen, Schläuche und Verteiler müssen ausgerollt beziehungsweise angeschlossen werden. Eingebaut in den Löschangriff ist eine Menschenrettung aus einem Wohnhaus. Das wird durch eine Tür und Puppe dargestellt. Ein zweiter Trupp startet einen Löschangriff von einem Gerüst, an das eine Leiter angestellt wird.

Kirchhains Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker freute sich, dass aus allen Statteilen eine Mannschaft an dem Wettbewerb teilnahm und aus Stausebach gar zwei Mannschaften. „Das ist ein neuer Teilnehmerrekord“, strahlte er und verkündete das Novum einer reinen Frauenmannschaft mit zwei Frauen aus Großseelheim und vier Frauen aus Anzefahr.

Bei den Einsatzabteilungen hatten die ersten zwei Mannschaften jeweils 100 Punkte erreicht, so dass Schnelligkeit und das richtige Kontenbinden entschieden. Dabei siegte Kleinseelheim vor der Kernstadt. Dritter wurde Himmelsberg.

Bei den Jugendmannschaften siegte Kirchhain Mitte mit 1348 Punkten vor Langenstein 1346,71 Punkte und Emsdorf 1340 Punkte.

von Klaus Böttcher

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