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Kleinwagen ist nach Kollision Schrott

Unfall am Bahnübergang Kleinwagen ist nach Kollision Schrott

Warum der Schweinsberger am Montagmorgen das Warnlicht am Bahnübergang übersah, kann die Bundespolizei noch nicht sagen. Ein aus Nieder-Ofleiden kommender Zug erfasste seinen Corsa.

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Der am Unfall beteiligte Güterzug steht vor der Raiffeisen in Schweinsberg.

Quelle: Thorsten Richter

Schweinsberg. Der 56-jährige Autofahrer habe „Glück gehabt“, so die Einschätzung von Bundespolizei-Sprecher Klaus Arendt. Der Autofahrer blieb bei der Kollision seines Opel Corsas mit der Lokomotive des Güterzuges unverletzt. Er konnte ohne fremde Hilfe aus seinem Wagen steigen. Auf den Puffern der Lokomotive zeugten lediglich Glassplitter des Autos vom Unfall. Der Güterzug kam aus Richtung Nieder-Ofleiden. Während der Aufräumarbeiten und der Unfallaufnahme blieb die Kreisstraße 24, die Straße Im Froschwasser, mehrere Stunden gesperrt. Der Güterzug setzte seine Fahrt anschließend fort. Für die Bundespolizei gilt der Bahnübergang als nicht besonders auffällig oder gar gefährlich, wie Sprecher Arendt auf Nachfrage der OP erläuterte.

In den vergangenen zehn Jahren kam es dort allerdings bereits zu mehreren, teilweise deutlich verheerenderen Unfällen:

- Im März 2007 wurden fünf Fahrzeuginsassen zum Teil schwer verletzt, als ein Güterzug mit ihrem Wagen auf dem Bahnübergang zusammenprallte. Die Diesellok hatte das Fahrzeug seinerzeit nach der Kollision mehr als 120 Meter weit vor sich hergeschoben.

- Im März 2014 kam es ebenfalls zu einem Zusammenprall eines Fahrzeuges mit einem Güterzug. Seinerzeit hatte der 77 Jahre alte Fahrer das rote Warnlicht am Bahnübergang übersehen.

Aus Sicht der Schweinsberger ist der unbeschrankte Bahnübergang eigentlich unproblematisch. „Es fahren dort ja ohnehin kaum noch Züge, vielleicht mal drei Stück am Tag“, sagt Ortsvorsteher Adolf Fleischhauer. Wenn es dort zu Unfällen gekommen sei, hätten Autofahrer meist das Blinklicht nicht beachtet oder aufgrund von Sonneneinstrahlung nicht richtig gesehen. Ein anderer Gefahrenpunkt am Bahnübergang, die Einfahrt aus Richtung Raiffeisen, sei im vergangenen Jahr durch das Anbringen eines Spiegels endlich beseitigt worden.

  • Die Bundespolizei bittet Zeugen des gestrigen Unfalls, sich unter der Rufnummer 0561/81616-0

von Michael Rinde

 
BLINKLICHT AM BAHNÜBERGANG

Bei blinkendem Rotlicht am Bahnübergang gilt für alle Verkehrsteilnehmer – egal, ob Autofahrer, Zweiradfahrer oder Fußgänger – eine fundamentale Regel: sofort anhalten. Darauf weist Klaus Arendt, der Sprecher der Bundespolizei in Kassel im Gespräch mit der OP hin.

Das Blinklicht signalisiere, dass die Durchfahrt eines Zuges unmittelbar bevorstehe. Rechtlich hat das Warnsignal dabei die gleiche Bedeutung wie eine rote Ampel im alltäglichen Straßenverkehr. Im Falle eines Unfalles könnte eine Missachtung des Lichts allerdings auch weitergehende juristische Konsequenzen haben. „Da wäre auch ein Verfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr möglich“, sagt Arendt.

Die Vorfahrt des Zugverkehrs regelt übrigens das zusätzlich angebrachte Andreaskreuz. Es steht auch am Bahnübergang in Schweinsberg.

 
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