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Kleinerer Markt, großes Interesse

Johannismarkt Kleinerer Markt, großes Interesse

Es gab zwar deutlich weniger Stände, aber das Interesse am Marktgeschehen ist in Stadtallendorf ungebrochen. So ließ sich der gestrige Johannismarkt in Stadtallendorfs Innenstadt zusammenfassen.

Stadtallendorf. Es fehlten zwar Stände, aber keineswegs die typischen Sprüche, die zu einem gelungenen Marktbesuch gehörten. „Guter Kümmel macht aus manchem Mann einen Lümmel“, textete gestern ein Händler an einem Gewürzstand, als ihn ein Kunde befragte.

Neben den Sprüchen gab es natürlich vor allem alle nur denkbaren Waren, die auch zu einem Johannismarkt gehörten. Dass der Markt in diesem Jahr deutlich kleiner ausfiel als gewohnt, lag an der Tatsache, dass der Kirchhainer Neujahrsmarkt vom Datum her einen Tag früher stattfindet als sonst (die OP berichtete).

Dadurch kollidierte der Stadtallendorfer Johannismarkt mit einem Markt in Treysa. Die Händler teilten sich deshalb zwischen beiden Orten auf. „Für uns bedeutet das letztlich auch weniger Umsatz“, merkte ein Bekleidungsverkäufer an. Über seinen Umsatz in Stadtallendorf sagte er hingegen nur positives, der sei gut wie in jedem Jahr.

Da könne man eben etwas gemütlicher über den Markt schlendern und werde nichts so „durchgeschoben“, merkte ein Stadtallendorfer beim Rundgang über den Johannismarkt an.

„Für uns ist das ein ganz entspannter Markt“, sagte Reiner Brehmer von der Stadtverwaltung. Als Marktmeister hatte er mit seinem Team die organisatorische Verantwortung. Am Ende registrierte die Stadt 80 Stände, im vergangenen Jahr waren es 154. Die Vereine wie zum Beispiel die Eintracht Stadtallendorf oder andere Institutionen wie die Messdiener von St. Michael hielten dem Johannismarkt wie gehabt die Treue. „Ihre Stände haben ohnehin ihre festen Anhänger“, sagte Brehmer. Am Marktplatz bildete sich um die Mittagszeit eine kleine Schlange an Würstchenstand.

Direkt daneben befand sich der CDU-Stand, an dem nicht mehr benötigte Brillen oder alte Handys abgegeben werden konnten. Bis zum Nachmittag waren die Sammelbehälter schon gut gefüllt.

Und es gab natürlich auch die ein oder andere „Weltneuheit“ an Ständen zu bestaunen und zu kaufen, so beispieslweise den Wischerblätterschneider. Mit ihm sollen die nachbearbeiteten Wischerblätter am Auto künftig länger halten und bei Regen für eine streifenfreie Scheiben sorgen.

von Michael Rinde

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