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Kleine Traumfänger hängen am Trapez

Schülerakrobatik Kleine Traumfänger hängen am Trapez

Vor Begeisterung waren die 250 Premierenbesucher von „Miras Wunderwelt - Das Geschenk des Staunens“ völlig aus dem Häuschen. Es gab ohrenbetäubenden Applaus für die „Traumfänger“.

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Mit Trapezakten oder als Schlangenmenschen (kleines Foto) zeigten die jungen „Traumfänger“ Einzelheiten von „Miras Wunderwelt“ ihrem Premierenpublikum. Fotos: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Es summt und brummt in der Sporthalle der Südschule. Kinder in Sportanzügen flitzen, unsichtbar für die Besucher, hinter einem schwarzen Vorhang hin und her, stecken schnell noch einmal die Köpfe durch einen Spalt und winken ihren Eltern und Geschwistern zu. 80 Schüler der Grundschule II Stadtallendorf (Süd- und Waldschule) haben sich über das gesamte Schuljahr auf diesen Moment vorbereitet. Sie zeigen nach „Unsere Welt ist bunt“ (2008), „Traumfänger“ (2009) und „Zirkusluft beim Hessentag“ mit „Miras Wunderwelt“ das vierte große Zirkusbühnenprogramm.

„Jetzt seid alle mucksmäuschenstill“ bittet Schulleiterin Elfriede Wollmer, die zu Beginn zahlreiche Ehrengäste begrüßt hatte, noch. Dann geht das Licht aus, ein Glöckchen erklingt und die Zirkusshow „Miras Wunderwelt“ mit Akrobatik, Clownerie, Magie, Musik, Kunst und Tanz beginnt. Vor den Augen der Zuschauer wird aus einem Bilderbuch eine faszinierende Zirkusshow. Denn durch das Programm führt eine Geschichte, gelesen von den Schülerinnen Sandra Kortin und Nele Kostial, die durch Bilder auf einer Leinwand illustriert wird. Nach dem Vorbild des fantastischen Erzählzirkus schrieb Gerhard Bitterwolf, Kopf und Motor des Projektes „Traumfänger“, die Geschichte um die kleine Zirkusmaus Mira.

Die Schüler der Kunst AG zeichneten die Bilder zu der Geschichte. Mit viel Disziplin, Spaß am der Bewegung, traumwandlerischer Sicherheit und großem Können zeigen die Schüler ein rund 90-minütiges Programm, das professionellen Zirkuskünstlern in nichts nachsteht und das Publikum mehrfach in kollektives Staunen versetzt. Ob als Schlangenmensch, auf riesigen Zirkuskugeln balancierend, mit atemberaubenden Vorführungen am Vertikaltuch und dem Trapez, hoch oben unter der Hallendecke, auf dem Trampolin, als Clowns, Tänzerinnen oder mit ihren Trommeln, die Schüler der Akrobatik-, Clown-, Trommel-, und Tanz AG bezaubern das Publikum, das immer wieder Zugaberufe laut werden lässt.

In der Akrobatik-AG unter der Leitung von Gerhard Bitterwolf und Anika Landmesser, die von den Sportassistenten Carl Stehl vom TSV Speckswinkel und Sabine Rauch vom TSV Eintracht Stadtallendorf unterstützt werden, arbeiten die Schüler schon seit vier bis fünf Jahren zusammen, einige besuchen inzwischen sogar schon die Georg-Büchner-Schule. „Durch die lange und intensive Arbeit haben die Schüler ein außergewöhnliches Niveau erreicht“, betont Gerhard Bitterwolf. Das Projekt schaffe es, die vielfältigen Talente der Schüler zu fördern, betonte Bitterwolf. Für ihn gab es für „Miras Wunderwelt“ vom Publikum und seinen Schülern am Ende einen ganz besonderen Applaus. Miras Wunderwelt entstand mit Unterstützung von Hessen in Form in der Modellregion Marburg-Biedenkopf, der Stadt Stadtallendorf und des TSV Eintracht Stadtallendorf. Insgesamt rund 10000 Besucher erlebten die hohe Qualität der verschiedenen Programme in den zurückliegenden Jahren mit.

von Karin Waldhüter

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