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Ostkreis Kleine Hilfen mit großer Wirkung
Landkreis Ostkreis Kleine Hilfen mit großer Wirkung
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18:22 20.11.2015
Im Sommer 2014 organisierten Ehrenamtliche kurzfristig ein Begegnungsfest an der Hofreite in Wohra. Archivfoto
Wohra

Seit mehr als anderthalb Jahren bildet der „runde Tisch“ Helfern aus Wohra eine Plattform bei ihrer Arbeit für die Flüchtlinge, die in der Unterkunft in der Gemündener Straße leben. 55 Bewohner sind es derzeit, 10 von ihnen kamen am Donnerstagabend in die Hofreite zum regelmäßigen Treffen. Seit wenigen Tagen gibt es wieder einige neue Bewohner, Familien aus Syrien und Afghanistan. Zu den Treffen des „runden Tisches“ gehört der Überblick über laufende Arbeit, die die verschiedenen Ehrenamtlichen an ganz unterschiedlicher Stelle leisten. Zwei Deutschkurse laufen ständig, einer davon ist an die Fortgeschrittenen gerichtet. Beide seien nach wie vor gut besucht, berichtete Harald Homberger stellvertretend. Seit zwei Wochen ist ein 100 Stunden umfassender Kurs der Volkshochschule hinzugekommen, der an drei Nachmittagen in der Woche in der Grundschule läuft. Er schließt bei entsprechenden Kenntnissen auch mit einem Zertifikat ab. Im Kurs habe es die Leiterin mit sehr unterschiedlichen Wissensständen zu tun, sagte Homberger.

Ganz neu ist ein Sportangebot speziell für Frauen, auch das kam aufgrund von Bitten und Wünschen von Bewohnern der Unterkunft zustande. Und auch dort ist das Interesse groß. Zur ersten Übungsstunde kamen gleich elf Frauen, wie die Leiterin am Donnerstagabend berichtete. Ganz aktuell gibt es auch Neuigkeiten vom „Voice“-Programm des Landkreises, über das auch Arbeitsstellen für Flüchtlinge mitfinanziert werden sollen. Die Gemeinde Wohratal könnte auf dem Bauhof ein bis zwei Flüchtlingen über das „Voice“-Programm eine Arbeit geben, zumindest für ein halbes Jahr. Bei den Flüchtlingen war das Interesse am Donnerstagabend daran gleich hörbar groß. Die Auswahl dürfte schwierig werden. Ein fester Bestandteil dieser Abende ist auch der Überblick über aktuelle Entwicklungen von Bürgermeister Peter Hartmann (parteilos). Entwicklungen gibt es in Wohratal in den nächsten Wochen einige. Wie die OP berichtete, will der Kreis ein weiteres Gebäude, die frühere Gaststätte Nöth in Wohra, anmieten. Bis zu 60 Bewohner sollen dort einziehen. Bis Donnerstagabend lag der angekündigte Antrag auf Nutzungsänderung der Gemeindeverwaltung allerdings noch nicht vor. Hartmann erwartet ihn kurzfristig. Am 15. Dezember soll es Informationen durch den Landkreis, der das Haus mieten will, geben. Das soll im Zuge der Gemeindeparlaments-Sitzung passieren, die dafür sogar schon um 19 Uhr beginnen wird. Der Ort wird noch mitgeteilt. In Halsdorf entsteht eine Betreuungseinrichtung für Minderjährige, die allein aus ihren Heimatländern geflohen sind und für die das deutsche Jugendrecht greift, eine sogenannte Clearingstelle. Für den Umbau des Gaststättengebäudes liegt inzwischen der Bauantrag vor, den will die Gemeinde befürworten. Wenn möglich sollen noch im Laufe des Dezembers dort erste Jugendliche betreut werden.

Kleine „Patenschaften“

Die ehrenamtlichen Helfer vom „runden Tisch“ in Wohra bereiten sich gedanklich schon mal darauf vor, demnächst mehr als 100 Flüchtlinge in zwei Unterkünften zu unterstützen. Homberger formulierte aber auch den Gedanken, dass Bewohner des Hauses in der Gemündener Straße wie Paten den Neuankömmlingen begleitend zur Seite stehen könnten.

Im Januar wollen sich die Ehrenamtlichen fortbilden in Grundlagen des Asylrechts, um bei Fragen von Flüchtlingen in Zukunft besser helfen zu können. Und auch an die Kinder, aktuell sind es 20, haben sie gedacht und eine kleine Nikolausaktion vorbereitet. Bei den neu in die Unterkunft eingezogenen Menschen ging es am Donnerstag um Praktisches, etwa um Dinge des täglichen Bedarfs, die fehlen, aber auch um Internetnutzung, für sehr viele das Bindeglied in die Heimat.

von Michael Rinde

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