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Kleidungsproblem ist gelöst

Wohltätigkeit Kleidungsproblem ist gelöst

Akribisch kümmern sich die Eheleute Müller um ihr Waisenhaus in Kenia. Schritt für Schritt werden die Verhältnisse für die 25 Kinder besser.

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Eine gespendete Waschmaschine erleichtert das tägliche Leben im „Shining Orphans Children Home“ in Kenia.Privatfoto

Kirchhain. Mit einem Koffer voller Kinderbekleidung hatte das Kirchhainer Ehepaar Mareike und Claus Müller bei einer durch die Burgwaldschule Wetter/Oberrosphe/Mellnau veranstalteten Sammlung zugunsten ihres Waisenhausprojektes in Kenia gerechnet. Am Ende kamen zehn Koffer zusammen. „Unser Keller sah anschließend aus wie eine Kleiderkammer“, berichtet Claus Müller.

In einem Container verpackt ging die zum Teil neuwertige Kinderbekleidung dann auf die Reise ins „Shining Orphans Children Home“ nach Kenia. Die enormen Transportkosten nach Mombasa hatte ein Marburger Geschäftsmann anonym übernommen. „Nachdem nun auch dank weiterer Spenden durch kenianische Schreiner Kleiderschränke zur Unterbringung angefertigt werden konnten, ist das Bekleidungsproblem der Kinder für die nächsten drei bis vier Jahre gelöst“, freut sich Mareike Müller. Zukünftig soll die Kinderkleidung allerdings vor Ort gekauft werden - einerseits um die enormen Transportkosten zu sparen, andererseits um die örtlichen Geschäftsleute zu unterstützen.

Vor vielen Jahren waren die Müllers bei einem Besuch in einem Vorort der kenianischen Hauptstadt Mombasa über die ärmlichen und hygienisch katastrophalen Verhältnisse, in denen Waisenkinder untergebracht waren, schockiert. Diesen Zustand wollten sie ändern und gründeten auf einem eigens dafür gekauften Grundstück im Jahr 2008 ein Waisenhaus, in dem 25 Kinder leben. Möglich wurde dies nur durch zahlreiche Spenden, die Mareike und Claus in den vergangenen Jahren unermüdlich gesammelt haben.

Ein Brunnen für das Haus

Eines der jüngsten Projekte ist ein eigens für das Waisenhaus gebohrter Brunnen. „Der Brunnen braucht etwa zwei Jahre, bis sich das stark kalkhaltige Wasser von selbst geklärt hat und dann auch als Trinkwasser nutzbar ist“, erklärt Claus Müller, warum aus dem Brunnen zunächst nur Brauchwasser gewonnen werden kann.

Eine neue Waschmaschine haben drei Deutsche gespendet: „Es war immer eine Mühsal, die Wäsche für die 25 Waisenkinder mit der Hand zu waschen. Das ist Gott sei Dank nun vorbei“, freut sich Mareike Müller. Alle in dem Waisenhaus untergebrachten Kinder besitzen mittlerweile Schulpaten, die mit zwölf Euro monatlich die Kosten für den Schulbus, das Schulessen, die Schuluniformen und die Verbrauchsmaterialien abdecken.

Für die Unterhaltung des Waisenhauses und neue Projekte ist der Förderverein nach wie vor auf Spenden angewiesen. Informationen zum Projekt und zu den Spendenmöglichkeiten gibt es im Internet unter www.shiningorphans.com.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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