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Klang erfüllt Kirche bis unters Dach

Konzert Klang erfüllt Kirche bis unters Dach

Die Bläser des Posaunenchores, die Sänger des Männer- und Gemischten Chores und Organist Christoph Hohl gestalteten das vorweihnachtliche Konzert in Erksdorfs Kirche.

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Der Erksdorfer Posaunenchor präsentierte während des vorweihnachtlichen Konzertes insgesamt zwölf Stücke.Fotos: Karin Waldhüter

Erksdorf. Das Licht erlischt. Warmes grünes Licht erfüllt den Altarraum und Kerzenlicht flackert sanft auf dem Altar. Auf einen Fingerzeig setzten die Bläser ihre Instrumente an, und der mächtige Klang des festlichen „Zur Feier des Tages“ von Peter Janka erfüllt die Erksdorfer Kirche bis unters Dach. Es folgt ein zufriedenes Nicken von Dirigent Karlheinz Balzer, der den einsetzenden Applaus mit einer leichten Verbeugung an die rund 25 Bläser des Posaunenchors weitergibt.

Eine lange Vorbereitungszeit hatte der Posaunenchor Erksdorf aufgrund zahlreicher Auftritte zuvor nicht gehabt. Etwa vier bis sechs Wochen und ein Übungswochenende reichten aus, um einmal mehr eine grandiose Darbietung des breiten musikalischen Repertoires zu zeigen. Die Konzertbesucher erlebten ein abwechslungsreiches und höchst anspruchsvolles Programm, das der evangelische Posaunenchor Erksdorf gemeinsam mit dem Männer- und Gemischten Chor Erksdorf, Leitung von Peter Dippel, und Christoph Hohl an der Orgel gestaltete.

Hausherr Pfarrer Michael Fenner erzählte eine nachdenklich stimmende Geschichte und spürte darin der Frage nach, was Jesus wohl empfände, ginge er heute auf einen der vielen Weihnachtsmärkte.

Der Posaunenchor, der keinerlei Nachwuchssorgen kennt und aus Musikern im Alter von 18 bis 80 Jahren besteht, imponierte während des anderthalbstündigen Konzertes mit sauberer Intonation, großer Spielfreude und prächtiger Klangfülle: mit sanft und behutsam gestalteten Passagen und festlichen, beschwingten und adventlichen Werken wie „Hört der Engel helle Lieder“ oder „Stern über Bethlehem“.

„Mit anspruchsvollen Stücken fordert Karlheinz Balzer den Chor immer wieder zu Positivem heraus“, betonte Vereinsvorsitzender Hans Jürgen Henkel am Rand der Veranstaltung. Deutlich wurde dies beim Stück „Ich wollte nie erwachsen sein“ (Nessajas Lied). Oft hätten die Bläser das schwierige Stück üben müssen, verriet Henkel, der die Begrüßung der Gäste übernahm, während Balzer durch das Programm führte.

Beim „Winter Wonderland“ sollten sich die Besucher entspannen. Im „Largo“ von Dvorak schwang leichte Trauer mit, und im nächsten Stück „Jubilation“, von Uli Gutscher, meisterten die Bläser viele rhythmisch anspruchsvolle Phasen.

Fein aufeinander abgestimmt gab der Männerchor unter der Leitung von Peter Dippel mit „Ave Maria“, arrangiert von Uwe Henkhaus, und „Tebe Poem“ eine erste Kostprobe seines Könnens. Prächtig war auch der Auftritt des Männer- und Gemischten Chores im zweiten Teil des Abends. Vor allem das „Jingle Bells“ von Otto Groll wurde getragen von der schönen Stimme des Solisten Wolfgang Prvulov und begleitet von Christoph Hohl am E-Piano.

Augen schließen und die perlenden Töne genießen, die Christoph Hohl der Orgel mit flinken Fingern und Füßen entlockte, war dann bei Matthias Nagels „Fröhliche Weihnacht allerseits“ und „Sortie“ von Louis-James Alfred Lefebure-Wely angesagt. Insgesamt präsentierte der Posaunenchor zwölf Werke und setzte am Ende und nach dem Segen gemeinsam mit dem MGC und dem strahlenden „Tochter Zion“ ein stimmungsvolles Finale.

von Karin Waldhüter

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