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Kirchhainer Stadtbücherei bleibt auch künftig erhalten

Neuer Standort AWS Kirchhainer Stadtbücherei bleibt auch künftig erhalten

Als der Stadtverordnete Reinhard Heck nach der Sitzung des Sozialausschusses dem Bürgermeister mehr als 140 Unterschriften für den Erhalt der Bücherei überreichte, war dies vergebliche Liebesmüh.

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Nach dem Umbau des Bürgerhauses wird dort für die Kirchhainer Bücherei kein Platz mehr sein. Foto: Michael Rinde

Kirchhain. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Ausschuss bereits genau dies beschlossen. Die Stadtbücherei soll mit der Schulbücherei der Alfred-Wegener-Schule (AWS) kooperieren und in deren Räumen untergebracht werden. Der Magistrat wurde damit beauftragt, in entsprechende Vertragsverhandlungen mit dem Kreis als Schulträger und der Schulleitung zu treten.

Hintergrund der Büchereiverlegung ist die vom Stadtparlament einstimmig beschlossene Nutzungsänderung des Bürgerhauses. Die Stadt wird große Teile des Gebäudes an ein Bauunternehmen verkaufen, das dort seniorengerechte Eigentumswohnungen errichten möchte. Wegen der Umbauarbeiten muss die Stadtbücherei zum Jahresende aus dem Bürgerhaus weichen.

Deshalb hatte die Stadtverwaltung als Entscheidungshilfe drei denkbare Szenarien für die Zukunft der Bücherei entwickelt - einschließlich der Kostenberechnung. Demnach würde die Fortführung der Bücherei in einem anzumietenden Ladenlokal in der Stadtmitte jährlich 38250 Euro kosten. Für die Kooperation mit der Alfred-Wegener-Schule ermittelte die Verwaltung Folgekosten in Höhe von 18500 Euro. Selbst die Auflösung der Bücherei wäre nicht zum Nulltarif zu haben gewesen: Einmalig 12000 Euro veranschlagte die Verwaltung.

Die letztgenannte Variante, die Reinhard Heck und die Kirchhainer Linke zu der Unterschriftensammlung animiert hatte, habe nie ernsthaft zur Disposition gestanden, versicherte Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos). Der Bürgermeister warb für das Kooperationsmodell mit der AWS, für das es sowohl vom Landkreis als auch von der Schulleitung grünes Licht gebe. Kirchner äußerte die Hoffnung, dass die Bücherei schon vor dem Vertragsabschluss während der Weihnachtsferien in die AWS umziehen und mit dem Ende der Ferien dort neu eröffnen könne.

Der Ausschuss stimmte diesem Modell einstimmig zu - vereinbarungsgemäß ohne nochmalige Aussprache. Alle Argumente für und wider die einzelnen Varianten seien bereits während der vorherigen Sitzung ausgetauscht worden, sagte die Ausschuss-Vorsitzende Helga Sitt.

Kirchner erinnerte daran, dass der Magistrat die Büchereifrage nach dem Grundsatzbeschluss auch allein hätte klären können. Um der Transparenz willen sei die Entscheidung dem Ausschuss übertragen worden.

von Matthias Mayer

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