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Ostkreis Kirchhain trauert um Egon Dürfeldt
Landkreis Ostkreis Kirchhain trauert um Egon Dürfeldt
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19:02 03.05.2017
Egon Dürfeldt. Quelle: K. Böttcher
Kirchhain

Mit seiner Frau Elsbeth, seinen Töchtern Silvia und Diana, seinen Schwiegersöhnen und Enkeln trauern viele Kirchhainer um den leisen, feinsinnigen und originellen Menschen, der mit der Gründung des Kirchhainer Künstlerkreises (KKü) der Kunst in dieser Stadt eine Plattform geschaffen hatte.

40 Jahre lang war der Kunstmaler und Kalligraph Vorsitzender des Künstlerkreises. ­Seine Liebe zur Kunst begleitete ihn fast durch sein ganz Leben ­hindurch. Wie Henner Thielemann als sein Nachfolger des KKü-Vorsitzenden ­gegenüber dieser Zeitung mitteilte, erlitt­ er am Dienstag vergangener Woche ­einen schweren Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholte. Er starb wenige Wochen nach seinem 87. ­Geburtstag.

Egon Dürfeldt war eine Kirchhainer Institution, obwohl er nicht mit Ohm-, sondern mit Emscher-Wasser getauft wurde. Als Kind des Ruhrgebiets wurde er in Wanne-Eickel auf Kohle geboren. Erst 1963 zog es ihn nach Kirchhain, wo er für seine Familie ein Haus gebaut hatte. Der Bahn-Bedienstete machte­ sich als Kunstmaler einen ­Namen. Seine ungeheure­ Popularität verdankte er jedoch der Kalligraphie, für die er sich bereits als 13-Jähriger begeisterte. Es gibt wohl nur wenige­ alteingesessene Kirchhainer Familien,­ die er nicht mit einer ­seiner prägnanten Urkunden bedacht hat.

Für seine vielfältigen Verdienste, die auch der Seniorenarbeit galten, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen: den Landesehrenbrief, den Otto-Ubbelohde-Preis, die goldene Ehrennadel und die silberne Ehrenplakette der Stadt Kirchhain, die ihn zum 85. Geburtstag mit dem Eintrag ins Goldene Buch ehrte, die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und das Bundesverdienstkreuz am Bande.

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