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Kirchhain reduziert Winterdienst

Stadt Kirchhain Kirchhain reduziert Winterdienst

Die Kirchhainer Bürger müssen ab dem kommenden Winter Einschränkungen beim Winterdienst hinnehmen. Die Stadt wird nur noch an verkehrswichtigen und gefährlichen Stellen räumen.

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Edgar Bingel belädt auf dem Kirchhainer Bauhof ein Streufahrzeug mit Streusalz. Der Winterdienst des Bauhofes wird künftig nicht mehr auf allen Kirchhainer Straßen räumen und streuen.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Das hat der Kirchhainer Magistrat bereits am 5. Oktober beschlossen, wie Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) jetzt in einem Pressegespräch berichtete. Nach einer Schätzung des Bürgermeisters wurden rund 30 Prozent der Kirchhainer Straßen aus der bisherigen Dringlichkeitsstufe 1 in die Dringlichkeitsstufe 3 abgestuft.

Nur die Straßen der Dringlichkeitsstufe 1 werden künftig bei Schnee und Eis vom Winterdienst der Stadt geräumt. Die entsprechenden Straßen ermittelte die Stadtverwaltung nach bundesweit gültigen Parametern, erläuterte der zuständige Fachbereichsleiter Gordon Schneider. In der Dringlichkeitsstufe 1 blieben nur Straßen, die verkehrswichtig und gefährlich seien.

Die Beschränkung auf diese Straßen bringe im Winterdienst einen erheblichen praktischen Nutzen: Die wirklich wichtigen Straßen könnten nach Schneefällen und bei Eisglätte wesentlich schneller geräumt und gestreut werden, sagte Schneider.

Der zweite Punkt, der den Kämmerer drückt, sind die Streusalzkosten und die begrenzte Lagerkapazität der Stadt. Der Salzschuppen hat ein Fassungsvermögen von 200 Tonnen, die in normalen Wintern immer ausreichten. In den vergangenen beiden Wintern war dem nicht so – mit erheblichen Folgen für die Stadtkasse.

Bei besonderen Lagen, so versicherte Gordon Schneider, werde die Stadt den Winterdienst auch auf den Straßen der Dringlichkeitsstufe 3 einsetzen: „Wenn zum Beispiel das Müllauto quer steht.“

von Matthias Mayer

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