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Kirchhain nur bedingt seniorengerecht

Gewaltprävention Kirchhain nur bedingt seniorengerecht

Wie lässt sich jugendlicher Gewalt begegnen? Wie werden Kirchhains Senioren in 20 Jahren leben? Gegensätzlicher konnten die Themen gar nicht sein, mit denen der Ausschuss Umwelt und Soziales sich befasste.

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Die Umgebung des Kirchhainers Bahnhofs und die obere Bahnhofstraße waren zuletzt einige Male in den Nachtstunden Schauplatz jugendlicher Gewalt.

Quelle: Matthias Mayer

Kirchhain. Mitglieder des Kirchhainer Seniorenrates und Seniorenbeirates hörten aufmerksam zu, als Professor Markus Hassler und Dr. Martin Franz am Dienstagabend im Bürgerhaus die vom Magistrat beim Fachbereich Geografie der Philipps-Universität in Auftrag gegebene Studie zur Lebenssituation der Kirchhainer Senioren heute und in 20 Jahren vorstellten. Für diese nicht repräsentative Studie hatten die Wissenschaftler 22 Gespräche geführt. Ansprechpartner waren Ärzte, Pflegedienste, Ortsvorsteher, Privatpersonen, Kirchen, Vereine und Verbände.

Im Ergebnis bewerteten die Autoren der Studie die medizinische Versorgung, die Einkaufsmöglichkeiten sowie die Freizeit- und Bildungsangebote für altere Menschen als positiv, wobei in allen drei Feldern die Kernstadt deutlich vor den Stadtteilen rangiere. In den Dörfern stünden zuerst die Vereine und Kirchen für Freizeit- und Bildungsangebote für Senioren, wobei sich abzeichne, dass zu wenige ehrenamtliche Mitarbeiter nachwüchsen, um die jetzige Angebotspalette auch künftig aufrechterhalten zu können. Defizite für Kirchhain sehen die Autoren der Studie bei seniorengerechten Wohnungen, die es in der Stadt kaum gebe, bei der Pflegedienstleistung und der stationären und ambulanten Pflege.

Die Stadtjugendpfleger Silke Baumgardt und Bernhard Fuchs stellten den Parlamentariern das seit 2007 bei den Siebtklässlern der Alfred-Wegener-Schule laufende Gewaltpräventionsprogramm „PiT“ (Prävention im Team) vor. „Wir versuchen, Schüler so zu stärken, dass sie möglichst nicht Opfer von Gewalt werden“, beschrieb Fuchs das Ziel des nachmittäglichen Unterrichts, der von je zwei Lehrern, einem Mitarbeiter der Jugendhilfe und einem Polizisten gestaltet werden. Wie die Schülerinnen und Schüler erlernen, Gewalt- und Gefahrensituationen zu vermeiden, führten die Jugendpfleger in einem Rollenspiel vor. Stets gehe es darum, möglichst schnell das Magnetfeld eines Aggressors zu verlassen.

von Matthias Mayer

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