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Kindergartenausbau muss warten

Amöneburg Kindergartenausbau muss warten

18 Kinder stehen für die nächsten Jahre auf der Warteliste des Kindergartens Roßdorf, doch die Stadtverordneten fordern zunächst für die ganze Großgemeinde ein Konzept für die Erweiterung der Betreuung.

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Für Roßdorfs Kinder heißt es abwarten: Ihr Kindergarten wird (vorerst) nicht ausgebaut.

Quelle: Florian Lerchbacher

Amöneburg. „Sie wollen das nicht machen, weil Sie das Geld nicht in die Hand nehmen wollen. Das ist kein gutes Signal“, sagte Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg am Montag zu den Stadtverordneten, die keine Entscheidung für den Ausbau des Kindergartens Roßdorf treffen wollten. Sie forderten stattdessen, dass für die Großgemeinde ein Kinderbetreuungs-Konzept entworfen wird, um zu prüfen, wo eine Erweiterung des Angebots sinnvoll ist. „Sie beschließen so, dem Magistrat die Aufgabe zu erteilen, er solle einen konkreten Vorschlag machen – das steht dann da, wo bisher ein konkreter Vorschlag stand“, analysierte der Bürgermeister. In Roßdorf hätte eine neue Gruppe im Jugendraum eingerichtet werden können, Problem war allerdings, dass sich der Ortsbeirat nach ausgiebigen Diskussionen mit Vereinen, die den Raum nutzen, gegen den Umbau aussprach.

„Wir sind nicht gegen eine weitere Gruppe in Roßdorf“, sagte Marko Ried, der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses und ergänzte: „Dem Ortsbeirat geht es um die Räumlichkeiten, da ist vieles noch nicht geklärt. Wir brauchen mehr Zeit.“ Ohne „hohe Kosten“ lasse sich eine Ausweichmöglichkeit für die Vereine nicht einrichten, betonte Rudi Rhiel (FWG) und erklärte: „Kurzfristig geht eh nichts.“

„Es ist ein schwieriges Thema“, gab der Bürgermeister zu, verwies aber auch auf die Vorgabe, dass die Gemeinde bis zum Jahr 2013 für 35 Prozent aller U3-Kinder Plätze bieten muss. „Wir haben das Thema schon um ein Jahr geschoben“, kritisierte er und fügte hinzu: „Dort wo Bedarf ist, müssen wir jetzt Plätze schaffen. Dabei sollten wir vermeiden, dass Eltern unnötige Wege in Nachbarorte in Kauf nehmen müssen.“ Noch dazu habe sich Roßdorfs Kirchengemeinde bereiterklärt, sich an den Kosten zu beteiligen. Nichtsdestotrotz entschieden sich die Stadtverordneten für das Konzept, das sich auf keinen bestimmten Ort bezieht. Roßdorfs Kindergärtnerinnen verließen daraufhin enttäuscht den Zuschauerraum.

von Florian Lerchbacher

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