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Ostkreis Kindergarten bekommt einen kleinen Anbau
Landkreis Ostkreis Kindergarten bekommt einen kleinen Anbau
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00:20 09.09.2018
Das schon einmal erweiterte Gebäude des Kindergartens Hofwiesenweg bekommt einen Anbau. Quelle: Michael Rinde
Stadtallendorf

Den Vorschlag der Verwaltung, eine der vier Gruppen aus dem Hofwiesenweg in die Krippe im Kirchhainer Weg zu verlegen, hatten Stadtallendorfs Parlamentarier schon im Frühjahr verworfen. Bei der jüngsten Stadtparlamentssitzung fiel nun die Entscheidung darüber, wie es für das in die Jahre gekommene Gebäude im Hofwiesenweg weitergeht. 

Dabei entschied sich das Parlament, seiner bisherigen Linie entsprechend, für den Vorschlag der Verwaltung, dem Kindergarten nun doch einen weiteren Anbau zu verpassen. Im Januar hatte die Verwaltung zunächst noch signalisiert, dass das baulich nicht mehr möglich ist. Mit der jetzigen Lösung bleibt die vierte Gruppe vor Ort und es entstehen die so dringend benötigten und vom Gesundheitsamt geforderten weiteren Räume für pädagogische Angebote, Lager und das Personal der Kindertagesstätte.

Als Alternative stand eine reine Sanierung im Raum, mit der Folge der Verlegung einer Kindergartengruppe. Die jetzt gewählte Anbauvariante ist allerdings etwas teurer. Sie kostet laut der Kostenprognose der Stadtverwaltung rund 1,015 Millionen Euro. Eine reine Sanierung war mal mit 900 000 Euro veranschlagt worden.

„Wir haben auch einen kompletten Neubau diskutiert, doch der wäre mit geschätzten rund drei Millionen Euro deutlich zu teuer geworden“, sagt Bürgermeister Christian Somogyi im Gespräch mit der OP.

Nun ist vorgesehen, dass die Küche in den geplanten Anbau umsiedelt, ebenso der vorhandene Personalraum. Der bisherige Personalraum dient dann für pädagogische Zwecke, natürlich nach einer Renovierung. Insgesamt wird der Anbau rund 65 Quadratmeter groß. Es ist im übrigen nach dem Anbau eines Gruppenraumes nach der Jahrtausendwende der zweite Anbau. Der Anbau entsteht in nordwestlicher Richtung am bestehenden Gebäude.

Somogyi sagt zu, dass die nötigen Sanierungsarbeiten nicht unter dem Anbau leiden sollen. „Wir planen eine richtig gute Grundsanierung. Das Gebäude wird wie neu sein“, sagt er.
In diesem Jahr hatte sich die Stadt bereits eines wirklich drängenden Problems angenommen und die Toilettenanlage saniert.

„St. Martin“ folgt wie versprochen

Die dortigen Zustände hatten bei einigen Eltern erheblichen Unmut ausgelöst (die OP berichtete mehrfach). In diesem Jahr passiert nun nichts mehr am Gebäude. Baubeginn ist im nächsten Jahr. Zugleich sollen die Planungen für die Sanierung des Kindergartens St. Martin (früher Kindergarten Süd) laufen. Dort soll dann im Jahr 2020 gearbeitet werden. „Anders schaffen wir das haushaltstechnisch auch nicht“, sagt Somogyi. Diese Abfolge entspreche auch dem „Masterplan“ zu den Kindertagesstätten-Gebäuden.

Den weiterhin freibleibenden Gruppenraum in der Krippe Kirchhainer Weg will die Stadt als Raumreserve nutzen. „Er ist die einzige Reserve, unsere Kindergärten sind voll ausgelastet“, so Somogyi gegenüber der OP. Allein den Kindergarten Hofwiesenweg besuchen 90 Kinder.

von Michael Rinde