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Kindergarten-Gebühren steigen jetzt in vier Etappen

Stadtparlament Kindergarten-Gebühren steigen jetzt in vier Etappen

Die Kindergarten-Grundgebühren in Stadtallendorf steigen in vier, nicht, wie von der Verwaltung vorgeschlagen in drei Jahresetappen.

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In Stadtallendorf steigen die Kindergartengebühren, die freien Träger passen sich an.

Quelle: Archivfoto

Stadtallendorf. Die SPD-Fraktion im Stadtallendorfer Stadtparlament setzte sich am vergangenen Freitag mit ihrem Änderungsantrag durch. Damit ist klar, dass die Kindergarten-Grundgebühren in den nächsten vier Jahren steigen – und zwar gleichmäßig um jeweils fünf Euro. Ursprünglich hatte die Verwaltung vorgesehen, die Grundgebühren in diesem Jahr um zehn Euro zu erhöhen. Danach sollten zwei weitere Anhebungen um jeweils fünf Euro folgen. „Wir wollten die Anhebung gleichmäßiger verteilen. Zehn Euro wären aus unserer Sicht ein zu großer Einschnitt gewesen“, begründete SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Hesse den Änderungsantrag gegenüber der OP.

Widerstand gegen jede Anhebung der Grundgebühren kam am Freitagabend von den Republikanern. Manfred Thierau hatte schon in der Haushaltsdebatte klargemacht, dass seine Fraktion Gebühren- oder Steuererhöhungen ablehne. Thierau rechnete vor, dass der Verwaltungsvorschlag am Ende eine Erhöhung um rund 20 Prozent bedeuten werde. Dies sei Eltern in diesen Zeiten nicht zuzumuten. Gemessen am Defizit, das Stadtallendorf im Augenblick bei den Kindergärten hat, wirkt sich die Erhöhung gering aus: Das Defizit liegt bei rund 2,5 Millionen Euro. Durch die Streckung der Gebührenerhöhung auf vier Jahre ändert sich in der Summe nichts. Die zusätzlichen Einnahmen verteilen sich nur über einen längeren Zeitraum.

Ab 1. August zahlen Eltern damit 100 Euro monatlich für die Grundgebühr. An den übrigen Gebührensätzen ändert sich nichts. Bei den Gebühren für die Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren wirken sich die Erhöhungen prozentual aus. In Stadtallendorf kostet ein „U3“-Platz grundsätzlich 25 Prozent mehr als ein Platz für Kinder ab drei Jahren. Zurzeit baut die Stadt ihr U3-Angebot weiter aus. Im Iglauer Weg entsteht ein neuer Kindergarten mit sechs Gruppen. Ein weiterer, ebenso großer Kindergarten, ist im Kirchhainer Weg in Planung. Wann er entsteht, ist aber noch nicht klar. Dafür muss die Stadt jeweils 15 Erzieherinnen zusätzlich einstellen.

von Michael Rinde

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