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Kinder retten den "Angsthasen"

Theater Kinder retten den "Angsthasen"

Bereits zum vierten Mal zeigten die Theaterfreunde bei den Stadtallendorfer Kunst- und Kulturtagen ein Märchen zugunsten der Kita St. Michael. Dieses Jahr ging es mit Rotkäppchen zur Großmutter.

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Rotkäppchen kennt jedes Kind – bei der Aufführung der Theaterfreunde der Kindertagesstätte St. Michael traf das doppelt zu, denn die Hauptrolle spielte Kindergartenleiterin Rita Feldpausch – hier mit dem Wolf (Irene Schneider).

Quelle: Mareike Bader

Stadtallendorf. Wie im vergangenen Jahr fand die Märchenaufführung wieder im großen Saal der Stadthalle statt. Nach „Der gestiefelte Kater“ und „Der Räuber Hotzenplotz“, der gleich zwei Mal in Folge gezeigt wurde, wurde dieses Mal das Grimm’sche Märchen „Rotkäppchen“ adaptiert. Dazu hatten sich die Theaterfreunde der Kindertagesstätte St. Michael, die aus ehemaligen Eltern und derzeitigen Erzieherinnen bestehen, eine eigene Fassung ausgedacht.

Vorschulkinder tragen das Märchen im Reim vor

Das Stück beginnt mit den diesjährigen Vorschulkindern. Unter der Leitung von Moderatorin Christel Rohm-Naumann stellen die gut 25 Kinder im Reim das Märchen schon einmal vor.

Das ist zwar nicht immer einwandfrei zu verstehen, aber „Rotkäppchen“ kennt ja eigentlich ohnehin jedes Kind. Und das stimmt hier garantiert, denn das Rotkäppchen spielt Rita Feldpausch, seit 1975 Leiterin der Kita. Rotkäppchen muss aber hier nicht alleine in den Wald, um die Großmutter zu besuchen. Dafür gibt es den Hasen Hoppel, gespielt von Angela Kloster - ein Märchenhase, der auch sprechen kann. Der ist allerdings ganz schön schreckhaft.

Während Rotkäppchen den Märchenwaldbaum (Monika Jüngst), den viele Kinder bereits vom „Räuber Hotzenplotz“ kennen, lustig findet, fürchtet sich hingegen Hoppel. „Du Angsthase“, ruft das mutige Rotkäppchen.

Und dann muss Hoppel auch noch draußen beim Baum schlafen. Dafür passen die Kinder gerne auf ihn auf.

Rotkäppchen hört nicht auf die Mutter

Als der Wolf (Irene Schneider), angekündigt durch das entsprechende Motiv aus Prokofjews „Peter und der Wolf“, die märchenhaft gestaltete Bühne betritt, fangen die Kinder an, laut zu rufen. „Renn weg, Hoppel“, schreit eines der Kinder. Und tatsächlich wird der schlummernde Hase aufgeweckt und bringt sich in Sicherheit. Immer wieder helfen die Kinder Hoppel, um ihn aufzuwecken oder herzurufen.

Der Wolf aber ist hungrig. „Ich hab so einen Hunger - wie ein Wolf“, sagt das katzenartig herumwandelnde Tier und hegt schnell den bösen Plan, Rotkäppchen und die Großmutter zu fressen.

Der Märchenwaldbaum hört alles und beauftragt Hoppel, auf Rotkäppchen aufzupassen. „Ach, du dicker Tannenzapfen“, sagt da der Hase nur. Und es ist wirklich schwierig. Denn Rotkäppchen ist zwar mutig, hält sich aber einfach nicht an die Anweisungen der Mutter (Olga Bier).

Doch Dank des aufmerksamen Märchenwaldbaums, der immer „Frau“ der Lage ist, kann Hoppel zusammen mit dem Jäger (Gisela Homburg) Großmutter und Rotkäppchen retten. Und nach vielen Worten des Abschieds und einer langen Heimreise ist am Ende, wie im Märchen, alles gut.

von Mareike Bader

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