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Kinder helfen einem Troll aus der Patsche

Ferienspiele Kinder helfen einem Troll aus der Patsche

"Ich stehe hier auf einem Bein, oh Mittelalter, lass mich rein!", reimten Eltern, Großeltern, Bekannte und Freunde der Ferienspiel-Kinder in Kirchhain, um Einlass ins Zeltlager zu bekommen.

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In ihrem Theaterstück spielten die Kinder nach, wie sich Troll Baule auf die Helferelfe setzte. Einer der Höhepunkte der Ferienspiele war die Seilbahn über die Ohm – in diesem Fall unternimmt Annika Witzel eine Probefahrt.Fotos: Sophie Kaufmann

Kirchhain. Eine Reise zurück ins Mittelalter stand im Mittelpunkt der Kirchhainer Ferienspiele. Doch nicht nur die Kinder beschäftigten sich mit der Thematik, auch alle anderen Besucher mussten sich mit ihr auseinandersetzen. „Die diesjährige Herausforderung, um in das Zeltlager zu gelangen, ist einen Reim mit unserem Thema Mittelalter zu finden“, erklärt Christina Heck, eine der Betreuerinnen der Ferienspiele an der Ohm.

Hatten sie diese Aufgabe erfüllt, fanden die Besucher hinter dem selbstgebauten Burgtor dann einen mittelalterlichen Markt, bei dem vielerlei Dinge geboten wurden. Die Gäste konnte Wettnageln, Seilbahn fahren, Speerwerfen, basteln, Arm drücken, Geschichten hören, einem Wahrsager lauschen, den Gaukler bestaunen oder mit Siegfried, dem Henker, ein Foto machen.

Insgesamt nahmen 60 Kinder in den zwei Wochen an den diesjährigen Kirchhainer Ferienspielen teil. Zum Thema Mittelalter bastelten sie Holzschilde, Schwerter, Beutel und Kerzenständer sowie Bänke und das Burgtor.

Außerdem bekamen die Kinder einen Brief von einem Troll mit dem Namen Baule, was sie denn auf seinem Gebiet an der Ohm zu suchen hätten. Die Kinder schrieben ihm natürlich gleich darauf einen Brief zurück und erklärten ihm ihre Absichten.

Und natürlich bekamen sie Antwort, in der Baule sie um Hilfe bat, denn er litt unter Ärger mit den Elfen: Er hatte sich aus Versehen auf eine Helferelfe gesetzt. „Er ist eben ein bisschen ungeschickt“, erklärte Christina Heck das Missgeschick.

Bei dem Unglück ging ein wertvoller Mondstein verloren. Die Mission der Kinder war es nun, innerhalb der zwei Wochen diesen wiederzufinden. Außerdem mussten sie einen Zaubertrank brauen, waren Kanu fahren und am einzigen sonnig-warmen Tag im Schwimmbad. „Dieses Jahr war es das erste Mal, dass wir nicht in der Ohm baden waren“, war selbst die Teamerin enttäuscht.

Doch Felix Müller war begeistert: „Ich war in der Bau-AG, es war toll. Wir haben eine Bank gebaut und das Burgtor!“ Es gab auch eine Theatergruppe, die innerhalb von drei Tagen die Geschichte von Troll Baule und den Elfen aufschrieb und sich Requisiten ausdachte, diese bastelte und die Geschichte auch noch einstudierte.

Zwischen dem herrlichen Markttreiben, den vielen Spielen und Aktionen gab es dieses kleine Theaterstück ebenfalls zu sehen. Am Abschlussabend wollten die Kinder dann den Mondstein an Troll Baule übergeben, sodass er keinen Ärger mehr mit den Elfen hat. „Hoffentlich haben wir dann noch schönes Wetter, dass wir ein Lagerfeuer machen können“, beschrieb Heck ihre Hoffnungen auf einen schönen Abend und eine gute letzte Nacht im Zelt.

von Sophie Kaufmann

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