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Ostkreis Kinder entdecken ihre Schätze
Landkreis Ostkreis Kinder entdecken ihre Schätze
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20:06 25.11.2011
Beim Vorlesen gibt es meist nicht nur etwas zu hören sondern auch etwas zu sehen. Quelle: Privatfoto

Rauschenberg. Anette Böhm-Kuczera und die anderen Frauen aus der Stadtbücherei hatten sich für die Vorlesezeit wieder zahlreiche Aktionen ausgedachte ausgedacht. Zunächst lasen Anna Moll und Cecelia Krieg den Kindern und Jugendlichen vor und steckten die Thematik ab, denn sie erklärten ihnen, was unter dem Begriff „Schatz“ zu verstehen sei.

Dann nahmen Jugendliche das Heft beziehungsweise das Buch in die Hand. Sie lasen ihnen Märchen vor oder erzählten sie ihnen. Zwei Stunden lang hörten die Kleinen ihnen gespannt zu. Letztendlich freuten sich nicht nur die Kinder sondern auch das Büchereiteam, da es nun weiß, dass es Nachwuchs für die Büchereiarbeit gibt.

Regina Vorig und Claudia Reger entführten die Schüler der 3. bis 5. Klasse in das Reich der sanften Riesen („Die letzten Riesen“ von Francois Place). Eine schwere, abenteuerliche Reise führt einen Forscher in das Reich der letzten neun Riesen, die ihn freundlich aufnehmen. Das Reich der Riesen ist bunt und voller Überraschungen. Gerne würde der Forscher in dieser neuen Welt bleiben, aber er muss zurück in die Zivilisation. Leider hat das Streben nach Ruhm den Forscher blind gemacht, er verrät sein Geheimnis und das Reich der Riesen wird von den Menschen erobert. Dies ist dann auch das Ende der Riesen und der Forscher merkt zu spät, welch einen Schatz die Menschheit verloren hat. Ruhm und Ehre können diesen Verlust nicht ersetzen.

Anette Böhm-Kuczera und Cornelia Stahl-Kreyling betreuten die Erstklässler. Sie lasen die Kinderversion eines Klassiker der Literatur: „Der Schatz der Nibelungen“. Interessiert verfolgten die jungen Zuhörer, was sich in Burgund zugetragen hatte und was Neid und Verrat trotz großer Liebe und Zuneigung anrichten können. Anschließend machten sich die Kinder Gedanken, was ein Schatz ist. Die meisten bezeichneten ihre Eltern als Schatz, ein Kind seinen Hund Patrick.

Die Rauschenberger hatten die Lesezeit organisiert, weil das Vorlesen Kindern dauerhaft nutze. Einer Studie zur Folge trage das Vorlesen zu einer positiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in vielfältigen Bereichen bei. So profitierten Kinder, denen vorgelesen werde, nicht nur in ihrem Leseverhalten, sie seien auch erfolgreicher in der Schule und gestalten ihre Freizeit aktiver, teilten die Veranstalter mit.