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Keine Thermik, keine Flüge

Flugtag Keine Thermik, keine Flüge

Der Tag der offenen Tür der Segelflieger fiel sprichwörtlich ins Wasser. Bei dem regnerischen Wetter blieben die Flugzeuge am Boden und es kamen auch nur wenig Besucher.

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Da die Flieger auf dem Boden blieben, stand die Theorie am Sonntag im Vordergrund.

Quelle: Klaus Böttcher

Amöneburg. „Die Wolken sind zu tief. Wenn wir mit der Winde hochkommen, fliegen wir schon in den Wolken“, erklärte Tim Degener, der Geschäftsführer des FSV Blitz, warum die Flieger am Boden blieben. Außerdem fehle es an Thermik: „Ganz ohne Sonne haben wir keinen Aufwind.“ Von dem Aufwind lebten die Segelflieger aber nun mal, und in den Wolken dürfen sie nicht fliegen, da sie auf Sicht unterwegs seien. Also gab es keine Flüge während des Tages der offenen Tür der Flugsportvereinigung Blitz. In der Luft waren nur die Modellflugzeuge.

Und so ließen sich die wenigen Besucher, die zum Segelfluggelände kamen, rund um die Theorie des Segelflugs informieren. Die Vereinsmitglieder gaben bereitwillig Auskunft und zeigten ihre Flugzeuge. Der Verein besitzt acht Segelflugzeuge, von denen drei als Doppelsitzer zur Mitnahme eines Fluggastes und zum Schulen ausgestattet sind. Zudem gehört dem Verein ein Motorflugzeug vom Typ „Jodel“, das zum Hochziehen von Segelflugzeugen geeignet ist.

Der FSV Blitz hat derzeit 36 aktive Piloten und rund 50 passive Mitglieder. „Wir freuen uns immer über Nachwuchs“, sagt Martin Lange, der neue Vorsitzende, und berichtet, dass gerade ein 16-Jähriger seinen Segelflugschein gemacht habe: Max Haubold aus Speckswinkel wohnt zwar jetzt in Biedenkopf, will aber dem Amöneburger Verein die Treue halten.

Mit 14 Jahren hatte er mit der Ausbildung angefangen und ist dann ein Jahr lang, etwa 70 bis 80 Starts mit einem Fluglehrer geflogen. Dann endlich durfte er sich allein in die Lüfte aufschwingen. Neben den Flugstunden musste Haubold Theorie büffeln und sich über Meteorologie, Luftrecht, Navigation, Verhalten in besonderen Fällen und Lufttechnik informieren und eine Funksprechausbildung absolvieren. „Es ist etwas umfangreicher als der Autoführerschein“, erklärt Lange und betont, die Ausbildung sei kostenlos, nur der Mitgliedsbeitrag sei zu entrichten.

Wer nun bedauert, dass am Sonntag das Wetter schlecht war, muss sich nicht ärgern: An Wochenenden können Gäste sich auf einen Flug mitnehmen lassen.

von Klaus Böttcher

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